Eine Premiere gab es am Mittwochnachmittag in Zeven: In der Innenstadt versammelten sich mehr als 100 Frauen aller Altersstufen, um einen Flashmob zu tanzen.

Eine Premiere gab es am Mittwochnachmittag in Zeven: In der Innenstadt versammelten sich mehr als 100 Frauen aller Altersstufen, um einen Flashmob zu tanzen.

Foto: Schnepel

Zeven

"One Billion Rising": Zeven ist im „Flashmob-Fieber“

Von Sophie Stange
14. Februar 2018 // 18:15

Es hat sich wie ein Virus verbreitet: Nun ist das „Flashmob-Fieber“ der weltweiten „One Billion Rising“-Aktion auch in Zeven angekommen. In der Innenstadt versammelten sich am Mittwochnachmittag mehr als 100 Menschen, um gemeinsam zu tanzen. Ihr Ziel: Sie wollten ein Zeichen setzen gegen Gewalt.

Ein Blick in die Menge

„Genauso haben Birgitta und ich uns den Tag vorgestellt“, sagt die Tanzlehrerin und Mitinitiatorin der Zevener Aktion, Daniela Behrens, als sie in die Menge schaut. Mehr als 100 Frauen haben sich auf dem Rathausvorplatz versammelt.

Thema steht im Vordergrund

Darunter ist auch Julia Gooren aus Zeven.  „Ich finde es total wichtig, dass auf das Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht wird“, sagt sie. Sie kenne die Aktionen, bei denen sich viele Menschen versammeln und eine eingeübte Choreographie abspulen eher aus Großstädten, weniger aus dem ländlichen Raum. „Es ist cool, dass auch in Zeven ein Flashmob veranstaltet wird“, so die Zevenerin.

"Das war einfach super"

So sieht das auch Jenna Lohof. Die Elfjährige schwärmt nach dem Flashmob: „Es hat Spaß gemacht. Es war zwar eng, aber es ging mit dem Tanzen.“ Ihre Mutter Katrin Lohof beobachtete die Situation von der Seite aus: „Das war einfach super." Allein schon die Idee findet sie toll. Und das bewusst der Valentinstag dafür ausgesucht wurde, sei sehr durchdacht. „Es geht an dem Tag nicht darum, dass wir etwas beschenkt bekommen. Wir müssen schließlich auch mal an uns denken."

Kampagne fordert ein Ende aller Gewalt

Auch Männer fanden sich unter den Zuschauern. So auch Heinz Michaelis aus Selsingen. „Meine Tochter hat mir von dem Flashmob erzählt. Sie tanzt hier mit“, sagt er. Das Thema findet er ebenso wichtig: „Ich bin allgemein gegen Gewalt.“

Nicht nur Frauen können betroffen sein

Eine Zuschauerin, die namentlich nicht genannt werden möchte, stört sich jedoch daran, dass die Aktion ein Ende aller Gewalt gegen Frauen fordert. „Männer können auch von Gewalt betroffen sein. Darüber wird jedoch nur wenig gesprochen. Es sollte allgemein eine Aktion gegen Gewalt sein.“

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