Vor fast 100 Jahren erlegte ein Jäger aus Bremen in der Nähe von Tarmstedt einen Rennvogel aus der Wüste.

Vor fast 100 Jahren erlegte ein Jäger aus Bremen in der Nähe von Tarmstedt einen Rennvogel aus der Wüste.

Foto: Überseemuseum Bremen

Zeven

Tarmstedt: Ein Irrgast aus der Wüste

Von Saskia Harscher
4. Oktober 2019 // 16:23

Am 5. Oktober 1924 erlegte ein Jäger aus Bremen in der Nähe von Tarmstedt einen sogenannten Rennvogel.

Vor fast 100 Jahren in Tarmstedt

Der Jäger C. Bracksieck dürfte große Augen gemacht haben, als er seine Jagdbeute genauer betrachtete. Was ihm am 5. Oktober 1924 vor sein Gewehr geraten ist, war etwas Ungewöhnliches, zumindest für die hiesige Region. In der Nähe von Tarmstedt erlegte der Jäger einen Rennvogel. Ein Tier, das eigentlich in den Wüsten Nordafrikas und Vorderasiens zu Hause ist.

Zevener Zeitung berichtete

Die ZEVENER ZEITUNG schrieb am 12. Oktober 1924 dazu: „Ein afrikanischer Irrgast als Jagdbeute. Ein Bremer Jäger, C. Bracksieck, hat in den letzten Tagen auf seiner Jagd in Tarmstedt einen Vogel getroffen, der bis dahin in unserer Gegend noch nie zur Beobachtung gelangt ist. Es handelt sich bei diesem überaus seltenen Irrgast um den hübschen, wüstenfarbigen Rennvogel dessen Heimat der Wüstengürtel von Marokko bis Ägypten ist.“

Exponat im Überseemuseum Bremen

Warum der Rennvogel sich vor fast 100 Jahren nach Tarmstedt verirrt hat, lässt sich nicht mehr aufklären. Zu sehen ist er allerdings immer noch: im Überseemuseum Bremen.

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