Da war die Welt beim TuS Heeslingen noch in Ordnung: Bernhard Eckhoff gibt nach dem DFB-Pokalspiel gegen Energie Cottbus im August 2010 ein Interview, in dem es um Fußball geht. Seit November 2011 beschäftigt sich der TuS-Vorsitzende fast nur noch mit Rechtsstreitigkeiten.

Da war die Welt beim TuS Heeslingen noch in Ordnung: Bernhard Eckhoff gibt nach dem DFB-Pokalspiel gegen Energie Cottbus im August 2010 ein Interview, in dem es um Fußball geht. Seit November 2011 beschäftigt sich der TuS-Vorsitzende fast nur noch mit Rechtsstreitigkeiten.

Foto: Demmer

Zeven

TuS Heeslingen: Vorsitzender will eher ins Gefängnis als Strafe zahlen

Von Oliver Moje
29. Januar 2018 // 15:30

Trotz eines Erfolges vor dem Landessozialgericht laufen nach wie vor vier Verfahren gegen den TuS Heeslingen, dem hohe Geldstrafen drohen.

Landessozialgericht gibt Heeslingern Recht

Mitte Juni erhielt der TuS Heeslingen im Prozess gegen die deutsche Rentenversicherung Recht. Das Landessozialgericht kassierte das Urteil der Vorinstanz, laut dem der Verein 630.000 Euro an Sozialversicherungsbeiträgen hätte nachzahlen müssen. Als das Urteil rechtskräftig wurde, schien der TuS wieder in ruhigere Fahrwasser zu geraten. Doch weit gefehlt: Es laufen immer noch vier Verfahren.

Neue Betriebsprüfung durch die Rentenversicherung

Die Rentenversicherung hat angekündigt, eine neue Betriebsprüfung vorzunehmen. Das Finanzamt hält an seinen Steuernachforderungen fest. Die Staatsanwaltschaft Stade hat gegen den TuS-Vorsitzenden Bernhard Eckhoff und seinen damaligen Stellvertreter und Teammanager Manfred Müller Anklage wegen des Verdachts der Lohnsteuerhinterziehung und nicht abgeführter Sozialversicherungsbeiträge erhoben. Außerdem hat ein ehemaliges TuS-Vorstandsmitglied den Verein verklagt.

Dauer der Verfahren noch völlig offen

Wie lange sich diese teilweise schon seit November 2011 anhängigen Verfahren noch hinziehen, ist völlig offen. Zentraler Punkt ist dabei die Frage, ob die Heeslinger Fußballer als Angestellte des Vereins hätten geführt werden müssen oder nicht. Da das Landessozialgericht aufgrund von Formfehlern zugunsten des TuS entschied, ist diese Frage höchstrichterlich nach wie vor ungeklärt.

Hoher sechsstelliger Betrag

Die Forderungen summieren sich auf einen hohen sechsstelligen Betrag, der aus dem Vereinsvermögen wohl kaum bedient werden könnte. Sollte er letztlich persönlich zu Bußgeldzahlungen verurteilt werden, so werde er diesen nicht Folge leisten, kündigt der TuS-Vorsitzende Bernhard Eckhoff an. „Da gehe ich eher ins Gefängnis“, so der 64-Jährige.

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