Ein Landwirt bringt mit seinem Gespann Gülle auf einem Feld aus

Ein Landwirt bringt mit seinem Gespann Gülle auf einem Feld aus. Die neuen Vorgaben verpflichten Landwirte unter anderem dazu, den ausgebrachten Nährstoff binnen einer Stunde einzuarbeiten.

Foto: picture alliance/dpa

Zeven

Wenn das Güllefass auf dem Hof bleiben muss

14. Mai 2021 // 12:07

Die Neuausweisung nitratbelasteter Gebiete zum Schutz des Grundwassers legt Landwirten etliche Einschränkungen bei der Düngung auf.

Bauern fürchten Ertragseinbußen

Erst als Strafzahlungen aus Brüssel drohten, hat sich die Bundesregierung zu einer Verschärfung des Düngerechts durchgerungen. Ziel ist es, den Nitrateintrag ins Grundwasser zu stoppen. Und zwar, indem Bauern weniger Gülle auf Wiese und Acker ausbringen. Wo die erlaubte Menge organischen Pflanzennährstoffs um 20 Prozent unterschritten werden muss, um das Grundwasser zu schützen, hat das niedersächsische Landwirtschaftsministerium Anfang des Monats festgelegt – die sogenannten Roten Gebiete. Die Karte des Landkreises Rotenburg ist zu zwei Dritteln rot eingefärbt. Betroffene Landwirte kritisieren die Datengrundlage. Und sie fürchten Ertragseinbußen. Mögliche Folgen für Verbraucher und Lebensmittelpreise sind derweil nicht absehbar. Sie dürften sich wohl erst in zwei bis drei Jahren zeigen.

Wie es zur Ausweisung der „Roten Gebiete“ kam und was die Landwirte davon halten, lest Ihr auf nord/erlesen.de

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