Etwa 100 Haushalte nehmen pro Woche das Angebot der Zevener Tafel in Anspruch. 35 Ehrenamtliche Helfer verteilen die Lebensmittel dann an Menschen, die einen Berechtigungsschein vorweisen können.

Etwa 100 Haushalte nehmen pro Woche das Angebot der Zevener Tafel in Anspruch. 35 Ehrenamtliche Helfer verteilen die Lebensmittel dann an Menschen, die einen Berechtigungsschein vorweisen können.

Foto: Weihrauch/dpa

Zeven

Zehn Jahre Tafel in Zeven und Sittensen: Ziel wurde nicht erreicht

Von Sophie Stange
9. Oktober 2018 // 16:15

"Das Betriebsziel der Tafel wird wieder nicht erreicht! Wir machen weiter!“ – Unter dieser Überschrift lud das Diakonische Werk des Kirchenkreises Bremervörde-Zeven die Zevener Zeitung zum Gespräch. Der Wunsch, dass es die Tafel nicht mehr geben muss, ist nicht in Erfüllung gegangen. Seit zehn Jahren gibt es die soziale Einrichtung in Zeven und Sittensen.

Sie wollen zurückblicken

Der Superintendent des Kirchenkreises Bremervörde-Zeven, Wilhelm Helmers, die Leiterin der Zevener Tafel, Ingrid Nieswandt, und der Bürgermeister der Stadt Zeven, Norbert Wolf, hier in seiner Funktion als Kirchenkreissozialarbeiter, blicken einmal zurück.

Armut im ländlichen Raum

Mehrere Veranstaltungen sollten das Jubiläum in den Mittelpunkt stellen. Damit wollten die Verantwortlichen das Bewusstsein in der Gesellschaft schärfen: „Jetzt gibt es zehn Jahre die Tafel, was hat sich gesellschaftlich verändert. Gibt es auch eine intensivere Wahrnehmung des Problems im ländlichen Raum, das Armut dort existent ist. Dass es auch bei uns ein Thema ist, ist längst nicht allen bewusst“, sagt Helmers.

100 Haushalte pro Woche

Viele denken, so der Superintendent, dass die Personen selbst schuld seien, die auf die Tafel angewiesen sind. Dass es ein strukturelles Problem ist, sehen die wenigsten, sagt er. 90 bis 100 Haushalte suchen pro Woche die Tafel in Zeven auf, in Sittensen sind es genauso viele, erzählt Wolf. Mehr zum Thema lesen Sie in am morgigen Mittwoch in der Zevener Zeitung.

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