Als Viehhalter beklagt der Brüttendorfer Landwirt Simon Wellenbrock den ihm von der EU auferlegten bürokratischen Aufwand.

Als Viehhalter beklagt der Brüttendorfer Landwirt Simon Wellenbrock den ihm von der EU auferlegten bürokratischen Aufwand.

Foto: Kratzmann

Zeven

Zeven: Als Landwirt "braucht man Leidenschaft"

Von thorsten.kratzmann
16. August 2019 // 15:15

Landwirt Simon Wellenbrock aus Brüttendorf bei Zeven klagt über Bürokratie, Ideologie und politischen Aktionismus. Auch ungerechtfertigte Schuldzuweisungen machen dem Bauern das Leben schwer.

Noch Spaß an der Arbeit

Die Regelungen zur künftigen EU-Agrarpolitik, die drohende Verschärfung der Düngeverordnung, der zweite Dürresommer, Fridays for future oder das Rindfleisch-Abkommen der EU mit den USA – all das und mehr trübt bei Wellenbrock (31) die Freunde am Beruf. Der Bauer sagt, man brauche viel Leidenschaft, um noch Spaß an der Arbeit zu haben.

Flächenprämie "kein Thema"

Mit Blick auf die EU-Agrarpolitik nach 2020 erwartet er von der Bundesregierung, dass sie dafür sorgt, die Landwirte in der EU den gleichen Bedingungen zu unterwerfen. "Deutschland sollte keine Alleingänge vollziehen." Die von Naturschutzverbänden und Grünen-Politikern wiederholt geforderten Änderungen bei der Flächenprämie seien im Kreise der Kollegen „kein Thema“.

Politik nicht mehr nachzuvollziehen

Einen Satz braucht der studierte Landwirt als Erklärung für den in der Region auf der Stelle tretenden Ökolandbau. „Es gibt hier keinen Markt dafür.“ Ein rigoroses Urteil fällt er über die Akteure der „großen Politik“. Deren Entscheidungen seien oft nicht  nachzuvollziehen.

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