Die Friedhofskultur hat sich über die Jahre verändert: Viele Urnenbestattungen werden nachgefragt.

Die Friedhofskultur hat sich über die Jahre verändert: Viele Urnenbestattungen werden nachgefragt.

Foto: Armer/dpa

Zeven

Bestattungskultur im Wandel: Eine Friedhofsgärtnerin aus Gyhum erzählt

Von Sophie Stange
21. Juni 2018 // 15:15

Für viele Menschen ist der Arbeitsplatz von Regina Hauschild-Wilkens aus Gyhum ein Ort, der Trauer auslöst. Sie selbst bezeichnet den Friedhof als eine Anlaufstelle für Menschen, die den Austausch suchen. Ein Ort der Begegnung, so die Friedhofsgärtnerin.

550 Pflegegräber

Zu ihren Aufgaben zählen unter anderem, die Wege sauber zu halten, Hecken zu schneiden, Unkraut zu jäten und die zur Jahreszeit passende Bepflanzung vorzunehmen – und das bei Wind und Wetter. Die 44-Jährige kümmert sich mit ihren zwei Vollzeit- und vier Teilzeitkräften um 550 Pflegegräber an 23 Standorten in der Umgebung.

Immer mehr Urnen

Die Bestattungskultur hat sich im Laufe der Zeit verändert, sagt die Friedhofsgärtnerin. Als sie angefangen hat, gab es noch viele Erdbestattungen. Heutzutage gibt es immer mehr Urnen. Zudem werden die Grabstätten kleiner. Was dazu führt, dass immer mehr Flächen auf den Friedhöfen frei bleiben.

Ruhegemeinschaften statt Familiengräber

Auch die Zahl der Dauergräber ist gestiegen. „In Sittensen gibt es beispielsweise Ruhegemeinschaften. Das kann man sich vorstellen, wie eine große Familie, nur, dass sich die Verstorbenen nicht kennen. Früher waren das mal Familiengräber, die aufgelöst wurde, weil die Familie beispielsweise zu weit weg wohnt. Auf zehn Quadratmeter ist dann Platz für 24 Urnen“.

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