Opfer schwerer Straftaten von Häuslicher Gewalt brauchen vielfältige Hilfe.

Opfer schwerer Straftaten von Häuslicher Gewalt brauchen vielfältige Hilfe

Foto: Stratenschulte/dpa

Zeven

Landkreis Rotenburg: 230 Fälle von Häuslicher Gewalt pro Jahr

Von Andreas Kurth
15. August 2017 // 15:30

Prügelnde Ehemänner dürfen bei der Polizei nicht auf Gnade hoffen. Egal, ob ihnen die Wohnung gehört oder nicht. Wer zuschlägt, bekommt sofort die rote Karte gezeigt. Das berichtete jetzt Expertin Marianne Ciolek auf Einladung des Präventionsrates der Samtgemeinde Zeven. 230 Fälle von Häuslicher Gewalt gibt es jährlich im Landkreis Rotenburg.

Polizei steht sofort auf der Matte

Die Formen häuslicher Gewalt sind vielfältig: Demütigungen, Schläge und sexuelle Übergriffe. Wird eine Vorfall bei der Polizei gemeldet,  steht diese sofort auf der Matte. Der Sachverhalt wird festgestellt. Nötigungen und Körperverletzungen werden protokolliert. Bei Bedarf fordern die Polizisten ärztliche Hilfe an.

Beraterinnen kümmern sich um Betroffene

Zudem wird die Beratungs- und Interventionsstelle (BISS) des Landkreises informiert. Sind Minderjährige betroffen, ist auch das Jugendamt im Boot. Die Mitarbeiterinnen beraten die betroffene Frau über rechtliche und andere Fragen. Auf Wunsch wird ein Platz im Frauenhaus vermittelt.

Weniger Fälle auf dem Lande

Die BISS im Kreis Rotenburg bearbeitet jährlich 230 Meldungen zu häuslicher Gewalt. In  der Region Zeven wurden in den letzten zehn Jahren 782 Fälle, in Rotenburg sogar 901 registriert. Bremervörde liegt mit 314 deutlich darunter. In ländlichen Gegenden gäbe es weniger Fälle, zumal hier die Anonymität der Städte nicht gegeben sei, so Ciolek.

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