In Niedersachsen haben laut dem Landesamt für Statistik im Jahr 2015 fast 80 000 Menschen einen ambulanten Pflegedienst in Anspruch genommen.

In Niedersachsen haben laut dem Landesamt für Statistik im Jahr 2015 fast 80 000 Menschen einen ambulanten Pflegedienst in Anspruch genommen.

Foto: Kalaene/dpa

Zeven

Pflegenotstand in Zeven und Heeslingen: „Bei uns nicht“

Von Sophie Stange
12. Juni 2018 // 16:15

Laut einem Bericht des NDR-Regionalmagazins "Hallo Niedersachsen" schlagen ambulante Pflegedienste in Niedersachsen Alarm: Von Aufnahmestopps und Vertragskündigungen ist die Rede. nord24zeven hat sich bei den ambulanten Pflegediensten in Zeven und Heeslingen umgehört.

Anfragen und Wünsche

„Das Thema ist brisant. Es ist genauso wie beschrieben, nur nicht ganz so krass“, sagt Michael Bendt, stellvertretender Pflegedienstleiter beim Pflegedienst Zeven. So werde bei Anfragen genau geschaut, welche Wünsche der Kunde hat und ob der Pflegedienst diese zeitlich erfüllen kann.

Organisatorischer Mehraufwand

Die Bedingungen in der Pflege haben sich im Verlauf der letzten Jahre jedoch verändert, sagt Bendt. So dürfen Pflegekräfte, die keine dreijährige Ausbildung durchlaufen haben, keine Medikamente verabreichen. Es sei denn, sie erbringen an diesem Tag auch pflegerische Leistungen beim Kunden. Dieser organisatorische Mehraufwand ist für den stellvertretenden Pflegedienstleister das entscheidende Problem, nicht der Fachkräftemangel, wie er sagt.

Kein Fachkräftemangel

Weitere ambulante Pflegedienste wie die Diakoniestation des Kirchenkreises Bremervörde-Zeven als auch die OsteMed Zeven bewerten die Situation durchaus positiv. Sie hätten keine Problem, an Fachkräfte zu kommen und müssten keine Verträge kündigen.

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