Diese Karte zeigt, wie das Regionalranking 2022 die Entwicklung im Norden einstuft. Alle hellblauen Regionen sind "Aufsteiger", die dunkelblauen "Outperformer" - so die Kreise Rotenburg, Stade, Harburg und Verden. Alle dunkelgrauen Regionen sind "Outperformer" - so Bremen.

Diese Karte zeigt, wie das Regionalranking 2022 die Entwicklung im Norden einstuft. Alle hellblauen Regionen sind "Aufsteiger", die dunkelblauen "Outperformer" - so die Kreise Rotenburg, Stade, Harburg und Verden. Alle dunkelgrauen Regionen sind "Outperformer" - so Bremen.

Foto: IW Consult

Zeven

Ranking: ROW gehört zu den dynamischsten Regionen Deutschlands

9. Juni 2022 // 16:57

ROW fährt nach vorn: Ein Regionalranking zählt den Kreis Rotenburg (Wümme) zu denen mit der dynamischsten Entwicklung in ganz Deutschland.

Regionen verglichen

Im Regionalranking 2022 des Institutes der Deutschen Wirtschaft glänzt der Kreis in einer Teilauswertung mit Rang 23 – bei 400 Plätzen. Das Wirtschaftsforschungsinstitut untersucht in seinem Ranking regelmäßig die Stärke aller 400 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland. Mit 14 Indikatoren zu Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt und Lebensqualität ermittelt das Kölner Institut, wie es einer Region geht – und wie sie sich entwickelt.

Status Quo: Rang 188

Im Ranking zum gegenwärtigen Zustand schneidet der ländlich geprägte Kreis Rotenburg leicht überdurchschnittlich ab: In diesem „Niveauvergleich“ landet der Kreis auf Platz 188. Zum Vergleich die Status-Quo-Platzierungen anderer Regionen in unserem Norden: Der Kreis Harburg liegt auf Rang 95, der Kreis Stade auf 169, der Kreis Verden auf 204, der Kreis Osterholz auf 218, der Kreis Cuxhaven auf 266, der Heidekreis auf 270, die Stadt Bremen auf 311 und Bremerhaven auf 398.

Viele Bauprojekte

Vor allem folgende Stärken sieht das Ranking im Kreis Rotenburg: die Beschäftigungsrate der Frauen (Rang 121), die Zahl der Baugenehmigungen (126) und der positive Wanderungssaldo der 30- bis 50-Jährigen (127). Und diese Problemfelder ziehen den Kreis besonders stark runter: der niedrige Anteil der hochqualifizierten Beschäftigten (Rang 348), die Ärztedichte (233) und die Straftaten je 100.000 Einwohner (222).

Dynamik: Platz 23

Das Regionalranking ermittelt aber auch, wie sich die 400 Regionen im Vergleich zur vorigen Erhebung entwickelt haben. Und dieser „Dynamikvergleich“ stuft den Kreis Rotenburg auf Platz 23 ein. Hier punktet die Region vor allem durch die Veränderungen auf den Gesamtfeldern Wirtschaftsstruktur (Rang 14) und Lebensqualität (61). Beim Arbeitsmarkt liegt „ROW“ nur auf Rang 145. Besonders dynamisch entwickelte sich der Kreis Rotenburg im Vergleich zu 2018/2019 hier: Steuerkraft der Gemeinden (Rang 11), Wanderungssaldo der 30- bis 50-Jährigen (58) und Ärztedichte (65).

Ein "Outperformer"

Die Kölner Experten reihen den Kreis Rotenburg deshalb bei den 93 Outperformer-Regionen Deutschlands ein. Sie liegen damit noch vor den ebenfalls 93 Aufsteigern. Als Outperformer bezeichnet das Institut Regionen, bei denen sowohl das Niveau als auch die Dynamik hoch ist. Im Beobachtungszeitraum, der 2018 vor Corona begann und bis mitten ins Pandemiegeschehen reichte, war das ROW-Land offenbar robuster gegen die Belastungen durch die Krise als etwa stärker industriell geprägte Regionen. Weitere Outperformer in der Großregion sind die Kreise Stade, Harburg und Verden.

Mehr über das aktuelle Regionalranking lest Ihr auf NORD|ERLESEN.

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