Nicht jeder hat in Niedersachsen eine schnelle Internet-Verbindung. Bis sich das ändert, könnte noch ein Jahrzehnt vergehen.

Nicht jeder hat in Niedersachsen eine schnelle Internet-Verbindung. Bis sich das ändert, könnte noch ein Jahrzehnt vergehen.

Foto: Deck/dpa

Zeven

Schnelles Internet: Gigabit soll im Landkreis Rotenburg Standard werden

Von Stephan Oertel
3. Juli 2017 // 16:24

Mit einem Gigabit pro Sekunde im Internet surfen: Das soll in spätestens 15 Jahren im Landkreis Rotenburg Standard sein. 90 Prozent aller Haushalte sollen dann über einen entsprechenden Anschluss verfügen.

Landrat Luttmann spricht von einem ehrgeizigen Konzept

Es ist ein ehrgeiziges Konzept in einem ländlich strukturierten Landkreis, bemerkt Landrat Hermann Luttmann. Schon in den vergangenen Jahren hat Rotenburg viel Geld in die Hand genommen, um die Bürger besser an die Datenautobahn anzubinden.

Attraktivität steigern

Dennoch ist noch immer etwa jeder zwölfte Haushalt mit weniger als 30 MBit unterwegs. Der Landkreis möchte das ändern. Schließlich gehe es darum, als Arbeits- und Wohnstandort attraktiv zu sein. Und dafür brauche es schnelle Verbindungen. Da kamen die Fördergelder von Bund und Land gerade recht. Gut 4,5 Millionen Euro wurden bewilligt. Damit soll der Breitbandausbau nun weiter forciert werden.

Glasfaser verläuft bis an die Häuser

Profitieren sollen insbesondere jene, die derzeit mit weniger als 30 MBit pro Sekunde im Internet unterwegs sein können.  Sie sollen künftig mindestens 50 MBit zur Verfügung haben. Gut 2000 Haushalte sollen profitieren. Alle Anschlüsse werden mit Glasfaser bis zum Gebäude verlegt, verspricht der Landrat. Damit seien sie mit Blick auf den weiteren Bandbreitenbedarf sogar gigabitfähig.

Vor allem kleinere Siedlungen im Fokus

Nach den Sommerferien soll es losgehen mit dem Verlegen der Leitungen. Unter anderem sollen Bereiche in den Samtgemeinden Tarmstedt und Selsingen sowie in den Gemeinden Sottrum, Bötersen und Scheeßel und in der Kreisstadt selbst profitieren.

Ende 2018 fertig

Vor allem kleinere Siedlungen, die bislang nicht ans Breitbandnetz angeschlossen sind, sind am Zuge. Ende 2018 sollen die Leitungen stehen. Doch dann soll keineswegs Schluss sein. Damit eine gigabitfähige Anbindung im Landkreis zum Standard wird, braucht es danach weiterer Anstrengungen - und Fördergelder.

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