Das Foto zeigt Ralf Wülpern mit seinen Mitarbeitern.

Ralf Wülpern (Dritter von rechts) führt seinen landwirtschaftlichen Betrieb in Rockstedt in dritter Generation. Um die 500 Sauen grunzen in den Ställen und liefern im Jahr etwa 18 000 Ferkel. Mitarbeiter aus verschiedenen Teilen der Welt sorgen dafür, dass es ihnen gut geht.

Foto: Jakob Brandt

Zeven

Schweinekrise: Bauern greifen ihre Reserven an

14. Oktober 2021 // 17:04

Für Schweinebauern wird die aktuelle Krise immer dramatischer. Ferkelerzeuger verdienen gar nichts mehr. Sie gehen an ihr Erspartes.

„Es ist dramatisch“

Ralf Wülpern aus Rockstedt hält 500 Sauen auf seinem Hof und produziert etwa 18 000 Ferkel im Jahr. Mit dem preislichen Auf und Ab auf dem Schweinemarkt kommt er gut klar. Doch die aktuelle Krise strapaziert auch sein Nervenkostüm. „Es ist dramatisch“, skizziert er die Situation.

Preise total im Keller

Die Preise für Ferkel und Schlachtschweine sind seit anderthalb Jahren total im Keller. Erst brach das Exportgeschäft nach Fernost wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ein, dann ging auch die Nachfrage hierzulande wegen Corona in die Knie. Auf der anderen Seite steigen die Kosten für Futtermittel und Energie.

18 Euro für ein Ferkel

„18 Euro, das ist momentan der Grundpreis für ein Ferkel“, sagt Wülpern. „Um kostendeckend zu arbeiten, müsste ich 50 Euro haben.“ Wie er durch die Krise kommt, erzählt er auf NORD|ERLESEN.

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