Beim Tag der offenen Grabung zogen die zahlreichen Besucher in mehreren Gruppen über das Gelände in Zeven-Aspe. Kreisarchäologe Dr. Stefan Hesse und seine Helfer zeigten ihnen die Ergebnisse ihrer mehrjährigen Ausgrabung und erläuterten die vorgeschichtlichen Hintergründe.

Beim Tag der offenen Grabung zogen die zahlreichen Besucher in mehreren Gruppen über das Gelände in Zeven-Aspe. Kreisarchäologe Dr. Stefan Hesse und seine Helfer zeigten ihnen die Ergebnisse ihrer mehrjährigen Ausgrabung und erläuterten die vorgeschichtlichen Hintergründe.

Foto: Peukert

Zeven

Tag der offenen Grabung: Zevener interessieren sich für ihre Vorfahren

Von Andreas Kurth
14. August 2017 // 17:22

Ausgrabungen von Archäologen sind staubig? Ja. aber nicht immer trocken. Mehrere Hundert Besucher kamen nach Zeven-Aspe zum Tag der offenen Grabung. Und ließen sich ausführlich erläutern, was sich im Norden ihrer Stadt vor rund 1000 Jahren abgespielt hat.

Stefan Hesse freut sich über viele Besucher

Es dürften mehrere Hundert Schaulustige gewesen sein, die Kreisarchäologe Stefan Hesse – unterstützt von zwei Helfern – über das Areal führte. Er zeigte sich erfreut, aber wenig überrascht angesichts des Andrangs. „Das gibt es schon öfter mal, das ist keine Seltenheit. Kenntnis der Geschichte des eigenen Wohnortes schafft Identifikation bei den Menschen.“

Großes Langhaus beeindruckt Experten und Gäste

Das gefundene Langhaus ist deutlich größer als üblich und stand auf einer Gelände-Erhebung. Das spricht für seine herausgehobene Bedeutung. Die Besucher zeigten sich beeindruckt. Unterschiedliche Kellerräume waren ausgegraben worden, die noch deutlich erkennbar sind. Es wird vermutet, dass es sich um das Haus eines höheren Dienstmannes gehandelt haben muss.

Schlacke-Reste und Keramik aus dem Rheinland

Es handelte sich nach Angaben der Fachleute nicht um ein ganzes Dorf. Vielmehr hat in Zeven-Aspe eine einzelne Familie gelebt. Schlacke-Reste sind ein Beleg für die Verarbeitung von Metall. Bemerkenswert außerdem der Fund von Keramik aus dem Rheinland. Die Pingsdorfer Keramik wurde zwischen 900 und 1000 nach Christus gefertigt. Sie ist gut zu erkennen an dem hellen Ton ihres Materials sowie der markanten Bemalung.

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