Bei der politischen Diskussion um die Abschaffung des Kleingeldes geht es zunächst um die kleinsten Cent-Beträge. Kritiker sehen darin den ersten Schritt zur Abschaffung des Bargeldes, Pragmatikern befürworten in aller Regel den Verzicht auf die kleinen Münzen.

Bei der politischen Diskussion um die Abschaffung des Kleingeldes geht es zunächst um die kleinsten Cent-Beträge. Kritiker sehen darin den ersten Schritt zur Abschaffung des Bargeldes, Pragmatikern befürworten in aller Regel den Verzicht auf die kleinen Münzen.

Foto: Vennenbernd(dpa

Zeven

Umfrage in Zeven: Geht es ohne die kleinsten Cent-Münzen?

Von Andreas Kurth
6. November 2017 // 17:24

Italien ist ab dem 1. Januar 2018 der fünfte Staat in der Eurozone, der auf Ein-und-Zwei-Cent-Münzen verzichten wird. Auch in Deutschland mehren sich Stimmen, die kleinsten Euro-Geldstücke aus dem Verkehr ziehen zu wollen. Beim Einkaufen soll dann gerundet werden. Bürger und Geschäftsleute in Zeven sehen das unterschiedlich.

Surger hat Bedenken beim Runden

Kauffrau Marion Surger sieht die Abschaffung skeptisch. Sie hält das Runden für das größte Problem. „In den Niederlanden mag das funktionieren, aber wir Deutschen sind dazu zu pingelig.“ Außerdem sei da noch das Finanzamt, dass auf jeden Cent achte. Das würde die Praxis des Rundens erschweren.

Hohe Bank-Gebühren für kleine Münzen

Die Kosten sprechen eindeutig für die Abschaffung der Ein-und-Zwei-Cent-Münzen. Die Sparkasse nimmt 60 und die Volksbank 50 Cent Gebühren. „Für eine Rolle mit 100 Ein-Cent-Münzen zahlt man also 1,60 Euro“, so Surger.

Claudia Meyer will kleine Münzen abschaffen

Diese Kosten sieht Claudia Meyer, Inhaberin des Schuhhauses Thies, als einen guten Grund, die kleinsten Münzen aus dem Verkehr zu ziehen. Das Runden kann man durch die Preissetzung verhindern. „Ob die Milch 69 Cent kostet oder 70, ist doch eigentlich egal.“ Die meisten rechneten doch auch jetzt schon mit runden Zahlen.

Gezahlt wird schon sehr oft mit Karte

Auch in Kleve war die Akzeptanz für die dortige Aktion in der Bevölkerung hoch, wie eine Studie der Hochschule Rhein-Waal belegt. In Zeven steht Birgit Fleischer einer Abschaffung der Mini-Münzen positiv gegenüber. „Ich bezahle fast nur noch mit Karte, und wenn ich doch einmal bar bezahle, stört das viele Kleingeld irgendwann“, so die junge Mutter.

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