Bei einem Einsatz trägt Gorden Waldmann aus Zeven diese lilafarbene Jacke. Sie signalisiert Betroffenen und Einsatzkräften, dass es sich hierbei um einen Kriseninterventionshelfer handelt.

Bei einem Einsatz trägt Gorden Waldmann aus Zeven diese lilafarbene Jacke. Sie signalisiert Betroffenen und Einsatzkräften, dass es sich hierbei um einen Kriseninterventionshelfer handelt.

Foto: Stange

Zeven

Zeven: Er versorgt bei einer Krise die Seele der Betroffenen

Von Sophie Stange
25. Juli 2018 // 17:15

Es sind Momente, die einer Person den Boden unter den Füßen wegziehen: Ein Angehöriger stirbt bei einem Unfall, ein Kind ertrinkt beim Planschen oder bei einem Brand verlieren die Bewohner ihr Hab und Gut. Das Kriseninterventionsteam (KIT) steht Betroffenen im Landkreis Rotenburg zur Seite.

Ausbildung vom DRK

Gorden Waldmann aus Zeven ist Teil der fünfköpfigen Gruppe aus dem Landkreis Rotenburg, die vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) in der psychosozialen Notfallseelsorge ausgebildet wurde. 80 Unterrichtseinheiten je 45 Minuten umfasst der Lehrgang, der unter anderem Grundlagen der Psychologie wie dem Krisenverlauf, der Trauerreaktion und Folgestörungen thematisiert, als auch die Themen Kultur, Religion und Recht in den Mittelpunkt rückt.

Lilafarbene Jacke als Erkennungsmerkmal

Wenn ein Notfall eintritt, werden die ehrenamtlichen Helfer von der Rettungsstelle alarmiert. Erkannt werden sie an der lilafarbenen Jacke mit dem Aufnäher „Psychosoziale Notfallversorgung Deutsches Rotes Kreuz“ sowie der Bezeichnung „Krisenintervention“ auf der Jackenrückseite.

Hilfe beim Abschiednehmen

"Als Kriseninterventionshelfer versorgen wir die Seele der Menschen", sagt Waldmann. Die Ehrenamtlichen hören den Betroffenen zu, helfen beim Abschiednehmen und vermitteln Informationen zum Ablauf des Einsatzes.

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