Mit Frost überzogen sind diese Pflanzen nach einer kalten Nacht in Bayern.

Auch im Frühling kann es über Nacht frieren.

Foto: picture alliance/dpa

Bauen & Wohnen

Bauernregel fürs Gärtnern: Was an den Eisheiligen dran ist

Von dpa
30. April 2022 // 08:00

„Bloß nicht vor den Eisheiligen Tomaten ins Beet setzen!“: Habt ihr diesen Tipp auch schon mal gehört? Aber warum sollten wir Eisheiligen abwarten?

Erfahrungsschatz zu wiederkehrenden Naturphänomenen

Manche alte Bauernregel ist Gold wert - zum Beispiel die zu den Eisheiligen. Erst wenn die Gedenktage zu Ehren dieser fünf Heiliggesprochenen Mitte Mai vorüber sind, ist in Deutschland in der Regel die Gefahr von Frösten gebannt. Und erst dann kann man auch kälteempfindliche Pflanzen aussäen, aussetzen oder aus dem Winterlager holen.

Hintergrund: In Norddeutschland gelten Mamertus, Pankratius und Servatius (aufeinanderfolgend 11. bis 13. Mai) als Eisheilige. Im Süden und Südosten des Landes werden neben Pankratius und Servatius Bonifatius (14. Mai) und die „Kalte Sofia“ (15. Mai) dazu gezählt.

Spätfröste bis Mitte Mai

Die Bauernsprüche zu den Eisheiligen gelten nur als grobe Orientierungshilfe und nicht als feste Regeln. Außerdem gibt es heute wissenschaftlich ausgeklügelte Wettervorhersagen, auf die sich Gartenbesitzer besser verlassen können.

Bauernregeln schaden nicht

Aber: Die Bauernregeln zu beherzigen, schadet nicht. So verinnerlicht man grobe Zeiträume, in denen sich die Witterung häufig stark verändert - wie das eben Anfang bis Mitte Mai der Fall ist. Wer somit die sommerliche Garten- und Balkongestaltung erst anschließend angeht, sollte in Sachen Frostgefahr auf der sicheren Seite sein. (dpa/dm)

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