Die Oslebshauser Schleuse im Bremer Industriehafen.

Die Oslebshauser Schleuse im Bremer Industriehafen soll dank KI intelligent werden.

Foto: Bremenports

Bremen

Bremen: Künstliche Intelligenz für Schleuse

1. Oktober 2021 // 15:00

Im zweiten Teil unserer Mini-Serie über künstliche Intelligenz geht es in den Bremer Industriehafen, genauer: zur Schleuse Oslebshausen.

15 Millionen Liter Wasser gehen verloren

Dort hat sich ein Konsortium aus verschiedenen Hafenunternehmen unter Führung der Hafengesellschaft Bremenports zusammengetan, um eine intelligente, KI-getriebene Pump- und Schleusensteuerung zu entwickeln. Sie soll helfen, den Energieverbrauch und damit die Kosten des Schleusenbetriebes zu reduzieren. Denn jedes Mal, wenn ein Schiff durch die Schleuse fährt, geht Wasser verloren. Bis zu 15 Millionen Liter. Eine enorme Menge, die aufwendig mit Hilfe der Pumpe wieder in den Hafen zurückgebracht werden muss. Nicht nur, damit die Schiffe durch die Schleuse fahren können, sondern auch, weil der Wasserpegel im Industriehafen zu jeder Zeit auf einem konstanten Niveau gehalten werden muss.

Es darf nicht zum Stau kommen

Das ist sehr energieaufwendig und braucht viel Vorlaufzeit und Planung. Denn der Schiffsverkehr darf durch die Bewässerung unter keinen Umständen aufgehalten oder unterbrochen werden. Käme es zu einem Stau, entstünden immense Kosten für alle Beteiligten. Bei monatlich mehr als 1300 ankommenden Schiffen an der Schleuse ergibt sich für die Schleusenbediener folglich ein komplexes Steuerungsproblem. Um diese komplizierte Gemengelage aufzulösen, forscht ein Konsortium unter Leitung von Bremenports seit Ende 2018 an einer intelligenten Pumpwerk- und Schleusensteuerung im Bremer Industriehafen. Gemeinsam wollen sie ein KI-getriebenes Assistenzsystem entwickeln, mit dessen Hilfe die Oslebshauser Schleuse so gesteuert werden kann, dass das Hafenbecken seltener energieaufwendig durch Pumpen und häufiger auf natürliche Weise mit Tidenwasser aus der Weser aufgefüllt wird.

Wie genau das System funktioniert, welche Probleme die Entwickler dabei lösen müssen und wann die neue Technologie einsatzbereit sein wird, lest Ihr auf NORD|ERLESEN.

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