Oft gibt es nicht genug Wahlhelfer. Im Land Bremen sieht das aktuell anders aus.

Oft gibt es nicht genug Wahlhelfer. Im Land Bremen sieht das aktuell anders aus.

Foto: Axel Heimken/dpa (Symbolfoto)

Bremen

Bremen: Vorrangige Impfung lockt Wahlhelfer

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Von nord24
8. Juni 2021 // 07:21

Noch nie haben sich im Bundesland Bremen so viele Menschen als Wahlhelferinnen und Wahlhelfer gemeldet wie in diesem Jahr.

„Ein Zusammenhang mit der priorisierten Impfung ist denkbar“

„Wir haben schon eine Warteliste angelegt, die 300 Wahlhelfer umfasst“, sagte Evelyn Temme vom Statistischen Landesamt Bremen. „Ein Zusammenhang mit der priorisierten Impfung ist denkbar“, so Temme. Wer als Freiwilliger bei der Bundestagswahl hilft, hat Vorrang bei der Corona-Schutzimpfung. „Unsere Wahlhelfer, die einen Impfcode haben, werden priorisiert vom Impfzentrum behandelt“, sagte Temme. Bei vergangenen Wahlen meldeten sich im Land Bremen nicht genug Freiwillige, so dass regelmäßig auch Beschäftigte des öffentlichen Dienstes als Wahlhelfer eingesetzt wurden.

Andrang auch in anderen Bundesländern

Andrang auf einen Job als Wahlhelfer gab es jüngst auch in anderen Bundesländern, mancherorts meldeten sich Freiwillige wieder ab, nachdem sie eine Bescheinigung für die Corona-Schutzimpfung erhalten hatten. Im Land Bremen gibt es bislang keine auffällig hohe Zahl von Absagen, allerdings wurden viele Impfcodes auch erst Ende Mai an die Freiwilligen verschickt. „Wir gehen optimistisch ran und hoffen, dass die, die zugesagt haben, auch dabei bleiben“, sagte Temme. Wer seine Zusage zurückziehen will, muss dies schriftlich begründen. Falls es bald viele Absagen geben sollte, würden diese geprüft. „Derzeit ist im Land Bremen nicht geplant, Bußgelder zu verhängen. Wir behalten uns diese Möglichkeit aber vor.“

Freiwillige bekommen auch ein „Erfrischungsgeld“

Für eine Wahl werden ehrenamtliche Helfer gebraucht. Sie organisieren den Wahlakt am Wahltag und zählen nach Schließung der Wahllokale die Stimmen. Wahlhelferinnen und -helfer werden vor jeder Wahl berufen. Dem Statistischen Landesamt Bremen zufolge erhalten die Freiwilligen ein „Erfrischungsgeld“ in Höhe von mindestens 60 Euro. (lni/mb)

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