Wasserstoff können Autofahrer in absehbarer Zeit auch in Bremerhaven zapfen.

Wasserstoff können Autofahrer in absehbarer Zeit auch in Bremerhaven zapfen.

Foto: Kahnert/dpa

Bremerhaven

20 Millionen Euro für die Wasserstoff-Forschung in Bremerhaven

Von Klaus Mündelein
12. November 2019 // 09:38

Gut 20 Millionen Euro will die Landesregierung in den kommenden zwei Jahren investieren, um Bremerhaven zum Forschungsstandort für die Produktion von Wasserstoff aus regenerativen Energien auszubauen.

Mit Wasserstoff Bojen betreiben

Wasserstoff eignet sich hervorragend als Speicher für Windenergie. Mit dem Modellprojekt sollen aber weitere Nutzungen entwickelt werden. Gedacht wird auch an Brennstoffzellen, die Windmess-Bojen für die Überwachung von Offshore-Anlagen über Monate mit Energie versorgen. Als Forschungspartner soll die Hochschule außerdem aus Wasserstoff Kraftstoffe entwickeln wie synthetisches Erdgas oder synthetisches Flüssig-Erdgas (LNG). Wasserstoff soll ebenfalls Öfen für die Lebensmittelproduktion antreiben.

Elektrolyse im ehemaligen Hangar

Das Elektrolyse-Testfeld soll auf dem ehemaligen Flugplatzgelände entstehen, wo die ehemalige Adwen-Windkraftanlage die für die Wasserstoff-Produktion notwendige saubere Energie liefert. In einem ehemaligen Hangar sollen zwei Elektrolyse-Einheiten aufgestellt werden, die allein schon vier Millionen Euro kosten. Die Brennstoffzelle kostet fast 1,8 Millionen Euro. Die Kosten teilen sich das Land Bremen und die Europäische Union. Wegen der hohen Kosten befindet sich der Markt für Wasserstofftechnologie noch in der Entwicklung. Nach Ansicht der Bremerhavener SPD kann sich die Seestadt mit dem Projekt weit vorn positionieren. Heute werden Wissenschaftssenatorin Claudia Schilling (SPD) und Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) das Projekt vorstellen.  

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