Am Mittwoch hat ein Bagger die Arbeiten an der „Seute Deern“ in Bremerhaven aufgenommen.

Am Mittwoch hat ein Bagger die Arbeiten an der „Seute Deern“ in Bremerhaven aufgenommen.

Foto: Hartmann

Bremerhaven

Der Bagger rückt der „Seuten Deern“ zu Leibe

6. Januar 2021 // 17:46

Jetzt hat das letzte Kapitel im Leben der „Seuten Deern“ in Bremerhaven endgültig begonnen. Die Arbeiten ziehen sich wohl bis in den Juni.

Schweres Gerät an der Bordwand

Mit schwerem Gerät rückt die Firma Freimuth Abbruch der „Seuten Deern“ zu Leibe. Der Abbruch des früheren Wahrzeichens Bremerhavens ist damit endgültig sichtbar geworden: Seit Mittwoch steht ein Bagger neben dem Segelschiff. Erste Aufgabe: Der Sand rings um das Schiff muss geglättet werden.

„Seute Deern“ wird komplett eingehaust

Denn auf dieser Fläche werden in der kommenden Woche Stahlplatten ausgebreitet, die schön eben liegen müssen, damit das Gerüst stabil steht, das auf diesen Platten errichtet wird. Das Gerüst wird dann mit Planen verkleidet, so dass die „Seute Deern“ komplett eingehaust ist.

Asbest und PCB an Bord

Das dient als Schutz für die Umwelt, denn das Schiff steckt voller Schadstoffe. Die Farbe des Rumpfs enthält Asbest, unter Deck sind Gifte wie PCB und Lindan festgestellt worden. Für die Schadstoffbeseitigung innen und außen rechnet die Firma Freimuth, die im Unterauftrag von Bremenports arbeitet, mit zwei Monaten.

Hydraulische Baggerschere im Einsatz

Danach beginnt der eigentliche Abbruch. Dazu wird erst recht schweres Gerät benötigt: Der Holzrumpf wird mit einer hydraulischen Baggerschere zerschnitten. Bis der 101 Jahre alte Segler endgültig aus dem Stadtbild verschwunden ist, kann es Juni werden.

Bald wieder Wasser an der Baltimore-Pier

Letzte Amtshandlung der Abbruchfirma wird es sein, vor der Baltimore-Pier den Sand abzutransportieren, auf dem das Segelschiff dann mehr als ein Jahr lang gelegen hat. Dann wird auch im südlichen Zipfel des Alten Hafens wieder Wasser sein.

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