Europäischer Aal

Der Aal wird gerne zu Weichnachten gegessen oder verschenkt. Dabei ist sein Bestand gefährdet und züchten lässt er sich nicht.

Foto: Pleul/dpa

Bremerhaven

Bremerhaven: Anstrengungen für die Zukunft des Aals

24. Dezember 2022 // 09:00

Der Europäische Aal ist vom Aussterben bedroht. Eine Aalinitiative möchte den Bestand stützen. Wissenschaftler raten zum Fangstopp.

Aalfang wird eingeschränkt

Professor Reinhold Hanel, der in Bremerhaven das Thünen-Institut für Fischereiökologie leitet, wäre lieber der Empfehlung des Internationalen Rates für Meeresforschung gefolgt, der bereits für das Jahr 2022 die Einstellung jeglicher Aal-Fischerei gefordert hatte. Doch die EU-Fischereiminister ermöglichen weiter den Aalfang. Die Fischereiwirtschaft mit Aal ist weiter möglich, allerdings eingeschränkt. Denn die EU verdoppelt ab 2024 die Schonzeit: auf sechs Monate. Die Freizeitfischerei im maritimen Bereich wird dagegen ganz verboten.

Besatzmaßnahmen mit Glasaalen

Auch der Fang ganz junger Aale, der Glasaale, wird eingeschränkt, bleibt aber möglich. Viele Aale, die über den Ladentisch gehen, wurden als Glasaale aus dem natürlichen Bestand entnommen und dann in Aquakulturen aufgezogen. Ohne Glasaale läuft auch keine Besatzmaßnahme. Im nächsten Jahr soll die zwölfte Ladung zum Angelsportverein Bremerhaven-Unterweser kommen. Er hatte im Frühjahr rund 180.000 dieser jungen Aale in Lune und Geeste ausgesetzt. Die EU fördert das.

Aal-Initiative unterstützt Maßnahmen

In der Initiative zur Förderung des Europäischen Aals haben sich vor allem Betriebe zusammengeschlossen, die Aale aufziehen, verarbeiten oder verkaufen. Aus Bremerhaven gehören die Deutsche See dazu, Transgourmet und beide Fiedler-Betriebe, der Angelsportverein Bremerhaven-Unterweser ist förderndes Mitglied. Sie sammeln Geld und unterstützen unter anderem Besatzmaßnahmen.

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