In Europa gibt es immer weniger Aale.

In Europa gibt es immer weniger Aale.

Foto: Philipp Schulze/dpa

Bremerhaven

Bremerhavener Forscher warnt: Der Aal ist in Not

Von Matthias Berlinke
27. August 2018 // 08:30

Der Bestand des Europäischen Aals ist in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen. Mittlerweile gilt der beliebte Speisefisch, der in seinem Leben oft mehr als 16.000 Kilometer zurücklegt, als vom Aussterben bedroht.

Ursachen für Rückgang unklar

Nach Schätzungen von Experten leben in Europa inzwischen 95 Prozent weniger Aale als während der 70er Jahre. Die Ursachen für den Rückgang seien noch unklar, sagte der Leiter des Thünen-Institutes für Fischereiökologie in Bremerhaven, Reinhold Hanel. Er gehe davon aus, dass Klimaveränderungen, Schadstoffe, eingeschleppte Parasiten und der Einfluss des Menschen dabei eine Rolle spielen.

Umweltschützer fordern Fangverbot

Auch die Europäische Union hat das Problem erkannt. In einer Verordnung von 2007 forderte sie die Mitgliedsstaaten auf, Pläne für den Schutz der Fische zu entwickeln. Im vergangenen Jahr wurde zusätzlich eine dreimonatige Schutzzeit in der Nord- und Ostsee beschlossen. Während dieser Zeit dürfen Aale nicht gefangen werden. Umweltschützer fordern ein generelles Fangverbot. (lni)

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