Der Rabbiner der liberalen jüdischen Menorah-Gemeinde, Tobias Jona Simon (links), kommt aus Oldenburg in den Gemeindesaal der Geestemünder Marienkirche, um mit dem jüdischen Verein Shabat zu feiern. Foto Scheschonka

Der Rabbiner der liberalen jüdischen Menorah-Gemeinde, Tobias Jona Simon (links), kommt aus Oldenburg in den Gemeindesaal der Geestemünder Marienkirche, um mit dem jüdischen Verein Shabat zu feiern. Foto Scheschonka

Foto: Lothar Scheschonka

Bremerhaven

Reform-Juden in Bremerhaven beten mit einem neuen Rabbiner

2. Dezember 2020 // 21:00

Eine Frau als Rabbinerin einer jüdischen Gemeinde? Ein religiöses Weiheamt für Frauen - für reformierte Christen nichts Neues, für Katholiken noch unmöglich - ist zwar für orthodoxe Juden tabu, nicht aber für „liberale“ Gemeinde. In Oldenburg betreut eine Rabbinerin eine Gemeinde. Und ihr Mann neuerdings die Bremerhavener liberale jüdische Menorah-Gemeinde.

Jüdische Shabat-Gebete im evangelischen Gemeindehaus

Tobias Jona Simon ist auch als Rabbi für die progressiven jüdischen Gemeinden unter anderem in Hildesheim, Hameln und Braunschweig zuständig. Erst seit Sommer nun auch in Bremerhaven. Einen Freitag im Monat kommt er zum Gottesdienst vor dem Shabat. Aber in ein evangelisches Gemeindehaus, nicht in die kleine Synagoge am Blink.

Synagoge wird nur von orthodoxer Gemeinde genutzt

Denn die wird derzeit nur von der orthodox ausgerichteten jüdischen Gemeinde unter dem Dach des Landesverbands Bremen genutzt. Dessen Vorsitzende Elvira Noa hofft auf Verständigung. Dazu braucht die noch junge Menorah-Gemeinde Aufnahme in den Dachverband progressiver Juden. Daran arbeiten die Mitglieder derzeit.

Was liberale und orthodoxe Juden unterscheidet und wie der Sohn eines evangelischen Pastors zum Rabbiner wird, erfahrt ihr jetzt auf NORD|ERLESEN.

Der Olenburger Rabbiner der liberalen jüdischen Menorah-Gemeinde, Tobias Jona Simon, diskutiert im Gemeindesaal der Geestemünder Marienkirche mit dem Vorsitzenden Mircea Ionescu unter anderem Fragen zum geplanten Schul-Film über jüdisches Leben in Bremerhaven.

Der Olenburger Rabbiner der liberalen jüdischen Menorah-Gemeinde, Tobias Jona Simon, diskutiert im Gemeindesaal der Geestemünder Marienkirche mit dem Vorsitzenden Mircea Ionescu unter anderem Fragen zum geplanten Schul-Film über jüdisches Leben in Bremerhaven.

Foto: Lothar Scheschonka

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