Anfang November entdeckte der Zoll in Hamburg ein Drogenversteck in einem VW-Bulli T1. Der Bulli war mit einem Container in die Stadt gekommen.

Anfang November entdeckte der Zoll in Hamburg ein Drogenversteck in einem VW-Bulli T1. Der Bulli war mit einem Container in die Stadt gekommen.

Foto: Reinhardt/dpa

Bremerhaven

Zoll beschlagnahmt weniger Drogen als 2017

Von Luise Langen
28. Dezember 2018 // 08:00

Dieses Jahr wurde vermutlich weniger Kokain von deutschen Behörden entdeckt. Das ist aber kein Anzeichen für einen Rückgang des Drogenschmuggels. Besonders über Bremerhaven und Hamburg gelangen nach wie vor Drogen nach Deutschland.

Weniger Drogen beschlagnahmt

"Die Kokaineinfuhren sind in den letzten Jahren hochgegangen", beobachtet Andreas Franke vom Zollfahndungsamt Hamburg. Es seien zwar große Mengen von Drogen beschlagnahmt worden, sagt Zoll-Sprecher Stephan Meyns, die Gesamtmenge werde jedoch voraussichtlich geringer ausfallen als 2017. Damals wurden in den Häfen sieben Tonnen Rauschgift sichergestellt.

Kokainfunde in Bremerhaven

2018 gab es zwei große Drogenfunde in Bremerhaven: Im März wurden drei Taschen mit 90 Kilogramm Kokain in einem Container mit Bananen gefunden. Im Juni wurden 117 Kilogramm Kokain zwischen Fässern mit Gummigranulat entdeckt.

Schmuggler finden neue Wege

Trotz solcher Fahndungserfolge wird nur ein Buchteil der geschmuggelten Drogen beschlagnahmt. „Die Täter lernen, genauso wie wir. Wenn wir Schmuggelwege aufgedeckt haben, denken die sich etwas Neues aus", erklärt Franke.

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