Die Insel Helgoland von oben.

Im Fels der Insel Helgoland verbirgt sich ein alter Bunkerstollen.

Foto: Marcus Brandt/dpa

Der Norden

Alter Bunkerstollen auf Helgoland wird Mittwoch eröffnet

Autor
Von nord24
5. Dezember 2022 // 15:20

Die Ausstellung im alten Bunkerstollen auf der Insel Helgoland soll den Besuchern vom Schicksal der Insel und ihrer Bewohner erzählen.

Bunkerstollen war Verbindungsgang

Der Tunnel war durch Sprengungen der Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg verschüttet worden, erzählt Jörg Andres, der Leiter des Museums Helgoland. Mehr als 250 Meter dieses Stollens sind für Besucher wieder begehbar gemacht worden. Ein Zugang wurde in den Fels gebaut. Zwei Jahre dauerte die Bauzeit nach Angaben der Gemeinde. Dieser Bunkerstollen sei eigentlich ein Verbindungsgang gewesen, berichtete Andres. „In diesen konnten die Leute im Unterland hineinflüchten und dann unterirdisch zu ihren Bunkerplätzen im Oberland gelangen.“

Insel war 1952 eine Ruinenlandschaft

Im Zweiten Weltkrieg wollten die Nationalsozialisten mit dem Projekt „Hummerschere“ durch Aufspülungen und Betonbauten einen riesigen Marinehafen als Flottenstützpunkt errichten. Es kam zu Luftangriffen, die die Insel unbewohnbar machten. Schließlich übernahmen die Briten die Kontrolle und nutzten die Nordseeinsel jahrelang als Bomben-Übungsgelände. 1947 sprengten die Briten zudem mit 6700 Tonnen Munition beim „Big Bang“ alle militärischen Anlagen. Als Helgoland 1952 freigegeben wurde, war die Insel eine Ruinenlandschaft.

Eintritt soll sieben Euro kosten

Die Besucher können ab Mittwoch (7.12.) nun selbstständig durch den Stollen gehen und Informationen mittels Hörstationen, Exponaten, Bildern oder Tafeln erhalten. Fassaden-Reste, altes Besteck oder auch das Modell eines U-Bootes verdeutlichen die bewegte Geschichte der Insel. Der Eintritt soll laut Museum sieben Euro kosten.

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