Die Insel Borkum aus der Luft.

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Foto: Sina Schuldt/dpa

Der Norden

Einigung über Erdgasförderung vor Borkum

Autor
Von nord24
21. April 2022 // 07:00

Die geplante Erdgasförderung in der Nordsee vor Borkum rückt ein Stück näher.

Gemeinsame Erklärung

Das Wirtschaftsministerium in Hannover und das niederländische Unternehmen One-Dyas, das das Erdgas fördern will, haben sich in dem Entwurf einer gemeinsamen Erklärung auf Eckpunkte des Vorhabens verständigt. „Ich bin persönlich sehr davon überzeugt, dass die beabsichtigte gemeinsame Erklärung einen sinnvollen Rahmen für die Erdgasförderung in deutschen Gewässern schafft“, sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann am Mittwoch in Hannover. Umweltverbände und die Grünen im Landtag lehnen die geplante Förderung auf See an der deutsch-niederländischen Grenze ab.

Hälfte für die Niederlande

In dem Entwurf wird laut Althusmann unter anderem festgehalten, dass das unter deutschen Hoheitsgewässern geförderte Erdgas dem deutschen Markt zur Verfügung gestellt werden soll. „Es soll dort eine Fördermenge von bis zu 60 Milliarden Kubikmetern Gas gefördert werden, zu gleichen Anteilen für die Niederlande wie für Deutschland“, sagte der CDU-Politiker. „Damit ist Niedersachsen gemeinsam mit den Niederlanden der Eckpfeiler der deutschen und der europäischen Energieversorgung, was den Gasmarkt betrifft.“

Ausgleich zwischen Umweltschutz und Geopolitik

Außerdem soll die Erdgasförderung aus dem deutschen Fördergebiet nur so lange möglich sein, wie der Bedarf dafür in Deutschland besteht. Dem zuständigen Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) will One-Dyas laut dem Minister zudem „umfassende Kontrollmöglichkeiten“ einräumen. Althusmann sagte, es sei bei den Gesprächen mit One-Dyas darum gegangen, einen Ausgleich zwischen Belangen des Umweltschutzes und neuen Erfordernissen der Energieversorgung durch den Krieg in der Ukraine zu finden.

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