Der Horror für Stalking-Betroffene: Digital kann ihr Peiniger sie permament erreichen. Selbst Blockieren hilft oft nicht final.

Der Horror für Stalking-Betroffene: Digital kann ihr Peiniger sie permament erreichen. Selbst Blockieren hilft oft nicht final.

Foto: Jens Büttner/dpa

Der Norden

Die meisten Stalker kommen ohne Verurteilung davon

5. Mai 2021 // 14:40

Wer gestalkt wird, kann kaum damit rechnen, dass der Peiniger für seine Taten verurteilt wird. Auch in Bremen und Niedersachsen ist das so.

3,5 Prozent mit Urteil

2019 zählte die Kriminalstatistik bundesweit 18.905 Anzeigen und damit auch Ermittlungen wegen Nachstellung. Laut Statistischem Bundesamt wurden in jenem Jahr aber nur 656 Stalker auch verurteilt. Das ist eine Erfolgsquote von kümmerlichen 3,5 Prozent. Diese nachdenklich stimmende Bilanz setzt sich auch bei den Bestrafungen fort: In vier von fünf Urteilen bleibt es bei einer Geldstrafe.

Meistens stalkt der Ex

Meistens sind Frauen von Stalking betrofen, und in der Regel werden sie von einem früheren Partner verfolgt. Auch Männer aber werden gestalkt, auch sie in der Regel von ihrer Ex.

Hohe Dunkelziffer

Die Dunkelziffer liegt hoch: Der Weiße Ring, die führende Hilfsorganisation für Opfer von Straftaten in Deutschland, geht von mindestens 200.000 bis 300.000 Fällen von Nachstellungen pro Jahr aus.

Wir haben mit Betroffenen und Experten gesprochen und berichten in einer Serie über Stalking. Ihr findet sie auf NORD|ERLESEN. Folge 1: die traurigen Zahlen.

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