Eine klare Forderung: "Keine neuen Bohrungen im Wattenmeer. Stopp der Ölförderung bis 2030!". Im Hintergrund ist am Horizont die Bohrplattform Mittelplate zu sehen.

Eine klare Forderung: "Keine neuen Bohrungen im Wattenmeer. Stopp der Ölförderung bis 2030!". Im Hintergrund ist am Horizont die Bohrplattform Mittelplate zu sehen.

Foto: picture alliance/dpa

Der Norden

Fridays for Future empört über Ölbohrpläne und die Grünen

Autor
Von nord24
12. Mai 2022 // 07:05

Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future zeigt sich empört über Überlegungen zu Ölbohrungen im deutschen Wattenmeer.

Klimakrise

Die schlimmsten Folgen der Klimakrise seien nur noch durch einen «radikalen Kurswechsel» zu verhindern, sagte Sprecherin Pauline Brünger der Deutschen Presse-Agentur. «Die Reaktion der Bundesregierung auf den Krieg droht jedoch, die Klimakrise weiter zu befeuern.»

Derweil stellten die Grünen sich hinter neue Gasterminals und Gasbohrungen im Wattenmeer, beklagte Brünger.

Entscheidungen in Frage gestellt

Angesichts der Bemühungen, die Abhängigkeit von russischem Gas und Öl zu verringern, wird in Schleswig-Holstein auch über eine Ausweitung der Ölförderung im Wattenmeer nachgedacht. CDU und FDP im Land sprachen sich zuletzt für das Vorhaben aus. Selbst die Grünen-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, Finanzministerin Monika Heinold, hatte erklärt, «die Suche nach alternativen Quellen bezieht auch die Mittelplate mit ein».

Es mache fassungslos, mit welcher Selbstverständlichkeit Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) die Interessen fossiler Konzerne übernehme, sagte Brünger. «Neue fossile Investitionen als Teil der Lösung zu verkaufen, ist das Gegenteil nachhaltiger Krisenpolitik - es ist ein Krisenbeschleuniger. Ist das Ihr Ernst, Herr Habeck?» Habeck treibt den Bau von Terminals zur Einfuhr von Flüssiggas (LNG) voran, um Gaslieferungen aus Russland zu ersetzen. Später sollen diese für die Einfuhr von klimafreundlichem Wasserstoff genutzt werden. (dpa)

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