Ein Korb mit Maronen-Röhrlingen und einem giftigen Knollenblätterpilz steht in einem Wald.

Im Oktober schossen Pilze in den Wäldern nur so aus dem Boden. Das lag wohl an der günstigen Witterung. Pilzsammler freuten sich, doch es gibt auch eine Kehrseite. Im Norden gab es im Oktober sehr viele Pilzvergiftungen.

Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Der Norden

Giftnotruf registriert sehr hohe Zahl an Pilzvergiftungen im Norden

Von dpa
26. November 2022 // 17:00

Im Oktober schossen die Pilze in den Wäldern nur so aus dem Boden. Pilzsammler freuten sich, doch es gibt auch eine Kehrseite.

Pilznotruf wurde knapp 400 Mal gerufen

Im Norden hat es im Oktober eine überaus hohe Zahl an Pilzvergiftungen gegeben. Knapp über 400 Mal wurde wegen Verdachtes auf eine Vergiftung der Pilznotruf gewählt, wie das Giftinformationszentrum (GIZ) Nord in Göttingen mitteilte. Das sei der zweithöchste Wert für den Monat in den vergangenen zehn Jahren: 2019 lag der Wert bei etwa 420.

Wetter als möglicher Grund

Das GIZ ist für die Bundesländer Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein zuständig. Meist liegt die Zahl der Pilzvergiftungen in den beiden am stärksten betroffenen Monaten September und Oktober unter 200. Die vielen Notrufe seien auf das Wetter zurückzuführen, sagte der Leiter des GIZ-Nord, Andreas Schaper. Eine lange Trockenheit und dann viel Regen bei milden Temperaturen führten zu einem starken Pilzwachstum. «Und viele Pilze bedeuten viele Vergiftungen». Ein Trend zu mehr Vergiftungen generell sei nicht zu erkennen. (dpa/dm)

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