Falsche Vorstellungen: Tiere aus dem Tierheim können nicht einfach von Interessenten mitgenommen werden.

Falsche Vorstellungen: Tiere aus dem Tierheim können nicht einfach von Interessenten mitgenommen werden.

Foto: dpa/E. Parra

Der Norden

Immer mehr Drohungen gegen Tierheim-Mitarbeiter

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Von nord24
21. April 2021 // 08:53

In der Corona-Pandemie stellen Tierheime in Deutschland eine deutlich gestiegene Nachfrage fest - aber auch Bedrohungen und Bestechungsversuche.

Anfeindungen oder Bestechungsversuche

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sähen sich immer wieder Anfeindungen oder Bestechungsversuchen ausgesetzt, sagte Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf eine verbandsinterne Umfrage. Offensichtlich verbänden viele Menschen mit dem Tierheim-Besuch die Erwartung, sofort ein Tier mit nach Hause nehmen zu können.

„Ein Tierheim ist kein Supermarkt“

Aber: „Ein Tierheim ist kein Supermarkt, in dem man Hund, Katze und Co. einfach so mitnehmen kann“, erklärte Schröder. Die Helfer in den Einrichtungen müssten sorgfältig abwägen, wem sie Tiere anvertrauten. Mit einer Zurückweisung wiederum kämen nicht alle Interessenten klar.

Es gibt auch Handgreiflichkeiten

Der Umfrage zufolge hätten die Tierheime gemeldet, der Unmut reiche von Drohungen mit dem Anwalt oder der Anwendung von Gewalt bis hin zu tatsächlichen Handgreiflichkeiten, berichtete die Zeitung. Der Tierschutzbund spricht dem Bericht zufolge von einer regelrechten Gier vor allem nach Welpen. (lni/mb)

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