Eine Spritze wird aufgezogen

In einer Studie soll das Krankheitsbild Long Covid bei Kindern und Jugendlichen untersucht erden.

Foto: picture alliance/dpa

Der Norden

Niedersachsen: Studie zu Long Covid bei den Jüngsten geplant

4. Oktober 2021 // 18:31

Wissenschaftler haben sich heute in Hannover über die Auswirkungen der Pandemie auf die Jüngsten ausgetauscht.

Langzeitfolgen bei zwei bis vier Prozent der Jüngsten

In Niedersachsen soll in einer interdisziplinären Studie das Krankheitsbild Long Covid bei Kindern und Jugendlichen untersucht werden, darauf einigten sich am Montag Mediziner, Soziologen und andere Wissenschaftler bei einer Expertenrunde auf Einladung des Wissenschaftsministeriums. Auch wenn Kinder und Jugendliche relativ harmlose Verläufe hätten, müssten allerdings zwei bis drei Prozent von ihnen mit Langzeitfolgen rechnen, sagte der Kinderarzt Thomas Buck heute in Hannover.

Erste Anlaufstelle: Kinderarztpraxis

Kinderarztpraxen sollen die ersten Anlaufstellen sein, aber auch Fachärzte, wie Kinder- und Jugendpsychiater, müssen eingebunden werden. Gemeinsam mit Sportmedizinern sollen spezielle Trainingsprogramme für Kinder mit Long Covid entwickelt werden. Die Studie sei mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und ihr verbundenen Einrichtungen geplant. Mit im Boot sei auch das niedersächsische Sozialministerium.

Anstieg von Notaufnahme-Fällen

Derzeit berichteten fast alle psychiatrischen Kinderkliniken von einem Anstieg der Notaufnahme-Fälle, sagte Luise Poustka, Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsmedizin Göttingen. Die als Notfälle aufgenommenen Jugendlichen seien oft suizidgefährdet. Auch jüngere Kinder werden Poustka zufolge vermehrt akut krank.

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