Jungtiere in einem Hähnchenstall

Der umstrittene Masseneinsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung ist im Agrarland Niedersachsen zwar gesunken, aber immer noch zu hoch.

Foto: Wagner/dpa

Der Norden

Niedersachsen: Weniger Antibiotika-Einsatz in der Landwirtschaft

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Von nord24
24. Dezember 2022 // 16:00

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne) hat sich erfreut zum Rückgang des Antibiotika-Einsatzes in der Landwirtschaft geäußert.

„Niedersachsen ist besonders gefordert“

"Das ist ein ganz wichtiges Thema, Antibiotika in der Tierhaltung zu reduzieren, und Niedersachsen als Agrarland ist da natürlich ganz besonders gefordert", sagte Staudte in Hannover. Einem Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zufolge ist bei den für die Studie erfassten Nutztierarten ein rückläufiger Antibiotika-Gesamtverbrauch zu sehen, wenn auch mit Schwankungen. Erfasst wurde der Einsatz von Antibiotika in der Mast von Hähnchen und Puten, von Ferkeln und Schweinen sowie von Kälbern und Rindern.

Gefahr von resistenten Bakterien

Eine weitere Reduzierung des Einsatzes von Antibiotika in der Landwirtschaft ist aus Expertensicht weiterhin notwendig. Eine Folge des massenhaften Einsatzes von Antibiotika bei Menschen und Tieren ist, dass viele Bakterien gegen die Wirkstoffe resistent werden können, die Antibiotika also nicht mehr wirken. Daher sollen in der Tier- und der Humanmedizin Antibiotika nur sehr gezielt eingesetzt werden. (dpa)

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