Außenminister Heiko Maas (SPD) sitzt zu Beginn der Sondersitzung des Auswärtigen Ausschusses zur Krise in Afghanistan im Deutschen Bundestag

Außenminister Heiko Maas (SPD) sitzt zu Beginn der Sondersitzung des Auswärtigen Ausschusses zur Krise in Afghanistan im Deutschen Bundestag

Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Der Norden

Opposition kritisiert Bundesregierung wegen Afghanistan scharf

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Von nord24
19. August 2021 // 07:15

Bei den Sondersitzungen des Verteidigungs- und des Auswärtigen Ausschusses wegen der Lage in Kabul griff die Opposition die Regierung scharf an.

„Komplettversagen“ von Merkel, Maas und Seehofer

„Heiko Maas ist federführend. Aber wir haben hier ein Komplettversagen der Bundesregierung“, sagte der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour. Sein Fraktionskollege Jürgen Trittin sagte: „Frau Merkel hat das getan, was sie am besten kann: nichts.“ Innenminister Horst Seehofer habe die Flüchtlingsabwehr höher gewichtet als das Leben von Menschen. „Und Heiko Maas hat dafür die Berichte geliefert, schönfärberische Berichte über die Situation in Afghanistan.“

So lange wie möglich Menschen rausholen

Maas selbst äußerte sich vor den wartenden Journalisten nicht. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer beantwortete keine Fragen, versicherte aber erneut: „Die Bundeswehr wird so lange wie möglich, so schnell wie möglich, so viele Menschen wie möglich dort rausholen.“ Man müsse nun „die Durchhaltefähigkeit unserer Truppen“ über die nächsten Tage sicherstellen.

Auf guten Willen der Taliban angewiesen

Allerdings machte der CDU-Außenpolitiker Röttgen deutlich, dass Deutschland nun voll auf das Wohlwollen der militant-islamistischen Taliban angewiesen sei. „Alles, was dort stattfindet, findet statt, weil die Taliban es noch dulden. Und nur, sofern die Taliban es dulden.“ Tobias Pflüger von der Linken hatte denn auch den „Eindruck, die Evakuierung wäre zu einem früheren Zeitpunkt unter deutlich einfacheren Bedingungen möglich gewesen“.

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