Ein Landwirt fährt mit einem Trecker unterhalb der Agrar-Photovoltaik-Anlage entlang.

Ein Landwirt fährt mit einem Trecker unterhalb einer Agrar-Photovoltaik-Anlage entlang. Niedersachsens Landwirte sind skeptisch, ob die sogenannte Doppelnutzung praktikabel sei und sich rechne.

Foto: picture alliance/dpa

Der Norden

Photovoltaik: Niedersachsens Landvolk warnt vor Flächenknappheit

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Von nord24
6. Januar 2023 // 09:20

Niedersachsens Landvolk-Präsident Holger Hennies hat sich skeptisch über mögliche Photovoltaikanlagen auf Wiesen und auf Feldern geäußert.

Auf guten Böden nicht sinnvoll

Die Landwirte wollten sich nicht dagegen sperren, "im großen Stil glaube ich aber nicht an die Doppelnutzung", sagte er. Die Kernfrage sei, ob die sogenannte Doppelnutzung, also Tiere grasen oder Getreide wachsen zu lassen und auf derselben Fläche gleichzeitig Strom zu produzieren, praktikabel sei und sich rechne. Auf guten Böden sei dies nicht sinnvoll, "denn dann verschenken wir wertvolle Flächen, die wir dringend für die Lebensmittelgewinnung benötigen".

Frage nach Versorgungssicherheit

Hennies plädierte stattdessen dafür, ungenutzte Dachflächen auf öffentlichen Gebäuden und Gewerbeflächen mit Photovoltaikanlagen zu bebauen: "Dort steckt ein vielfach noch überhaupt nicht genutztes Potenzial." Für die Landwirtschaft sei die Flächensteuerung eine der größten künftigen Herausforderungen, erklärte er. Wenn immer mehr Flächen zu Schutzgebieten erklärt würden oder weniger intensiv genutzt werden dürften, stelle sich die Frage nach der Versorgungssicherheit. "Die Flächenknappheit ist das Thema der nächsten 30 Jahre", sagte Hennies. (dpa)

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