Ein Gegendemonstrant trägt eine ukrainische Flagge und stellt sich einem Auto des prorussischen Auto-Korsos in Hannover entgegen.

Ein Gegendemonstrant trägt eine ukrainische Flagge und stellt sich einem Auto des pro-russischen Auto-Korsos in Hannover entgegen.

Foto: Michael Matthey/dpa

Der Norden

Tausende bei pro-russischem Autokorso und Gegendemo in Hannover

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Von nord24
10. April 2022 // 17:15

Tausende von Menschen haben sich in Hannover unter starkem Polizeiaufgebot zu Demonstrationen und Kundgebungen wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine versammelt.

Mehr als 600 Menschen in 350 Fahrzeugen bei pro-russischem Autokorso

Über 600 Menschen fuhren bei einem pro-russischen Autokorso mit rund 350 Fahrzeugen mit, wie die Polizei mitteilte. Sie wandten sich gegen angebliche „Diskriminierung“ und „Russismus“, wie es auf einem Plakat in Anlehnung an einen Rassismusvorwurf heißt. Russische und deutsche Fahnen waren an den Autos angebracht. Im Zentrum Hannovers versammelten sich rund 3500 Menschen zu einer Gegendemonstration, überall wehten ukrainische Flaggen, „Stop War“, „Stop Genocide“ und „Ihr seid alle Mittäter“ stand auf den Plakaten.

Eier fliegen bei Sitzblockade

In der Innenstadt hielt eine Sitzblockade von rund 60 Menschen die Autos zwischenzeitlich auf, Eier wurden geworfen. Ein Teil der Autos sei abgeleitet worden, sagte ein Polizeisprecher. Der Korso sei daher „etwas zerrissen“, die Lage sei aber ohne Auseinandersetzungen geklärt worden.

Gegendemonstration mit rund 3500 Menschen

Zu der Gegendemonstration mit rund 3500 Menschen hatte der Verein Freundeskreis Hannover aufgerufen. „Hannover zeigt Haltung für eine sofortige Beendigung des Krieges“, sagte der Organisator der Gegendemonstration, Matthias Görn. Die pro-russische Versammlung hatte eine Privatperson mit dem Motto „Gegen Volksverhetzung, Mobbing und Diskriminierung der russischen Bevölkerung“ angemeldet. Schon im Vorfeld betonte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius: „Wir werden nicht dulden, dass der russische Krieg gegen die Ukraine auf unseren Straßen weitergeführt wird.“ (lni/mb)

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