Die Angeklagte sitzt vor Prozessbeginn in einem Saal im Landgericht.

Die damalige Krankenschwester behauptet, ihr sei eine Ampulle mit Impfstoff heruntergefallen und zerbrochen. Um das Missgeschick zu vertuschen, habe sie sechs Spritzen mit Kochsalzlösung aufgezogen.

Foto: Dittrich/dpa

Der Norden

Zeugin beschreibt Angeklagte im Prozess als Impfgegnerin

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Von nord24
8. November 2022 // 16:40

Im Prozess um unwirksame Corona-Impfungen vor dem Landgericht Oldenburg hat eine Zeugin von den impfkritischen Ansichten der Angeklagten berichtet.

Rede von „Todesspritze“

An einem Wochenende habe die Angeklagte der Zeugin mehrere Posts weitergeleitet, in denen von der „Todesspritze" die Rede gewesen sei, und dass mit dieser die Bevölkerung dezimiert werden solle, berichtete ein Gerichtssprecher. Die Zeugin hatte mit der Angeklagten im Impfzentrum in Schortens im Landkreis Friedland gearbeitet.

Körperverletzung in 15 Fällen

Die Staatsanwaltschaft wirft der 39-Jährigen Körperverletzung in 15 Fällen vor. Die Frau soll im April 2021 15 Spritzen entweder nur mit Kochsalzlösung aufgezogen oder den Impfstoff so stark verdünnt haben, dass dieser nicht mehr wirkte. Die Spritzen wurden von anderen Beschäftigten verwendet. Die Angeklagte hatte zum Prozessauftakt ausgesagt, ihr sei eine Ampulle mit Impfstoff heruntergefallen und zerbrochen. Um das Missgeschick zu vertuschen, habe sie sechs unwirksame Spritzen aufgezogen.

Prozess wird fortgesetzt

Die Zeugin sagte am Dienstag, dass ihr die Angeklagte am Tag nach dem Vorfall davon berichtet habe. Dabei habe die Kollegin gesagt, sie habe so sechs Menschen "vor der Spritze gerettet", berichtete der Gerichtssprecher. Die Angeklagte habe dabei keine Emotionen gezeigt. Die Zeugin informierte zwei Tage später Vorgesetzte, womit der Fall ins Rollen kam. Der Prozess wird am 16. November fortgesetzt.

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