Liegeplatz 9.3 der Offshore-Basis Cuxhaven

400 Betonpfähle sind nötig, damit der Liegeplatz 9.3 in Cuxhaven Einzelgewichte von über 1000 Tonnen tragen kann. Luftfoto Scheer

Foto: Scheer

Cuxland
Schiffe & Häfen

Rammschläge für die Offshore-Zukunft in Cuxhaven

Von Marc Wagner
29. Juni 2016 // 21:30

Drei Monate lang werden die Rammarbeiten die Geduld der Cuxhavener auf die Probe stellen: Es entsteht ein weiterer Liegeplatz für die Offshore-Basis Cuxhaven. Vom Liegeplatz 9.3 sollen künftig jährlich mehrere hundert von den bis zu 350 Tonnen schweren Offshore-Turbinen aus der Siemens-Produktion verladen werden. Damit die 115 Meter lange und 55 Meter breite Schwerlastkaje Einzelgewichte von über 1000 Tonnen aufnehmen kann, werden 400 Betonpfähle bis zu 32 Meter tief in den weichen Untergrund gerammt.

Auch für die nächste Offshore-Generation ausgelegt

Die Turbinen von Siemens sollen hier als rollende Ladung auf Spezialschiffe eines dänischen Logistikunternehmens verladen werden. Nur 500 Meter trennen das künftige Siemens-Werksgelände und den nun in Bau befindlichen Ro-Ro-Liegeplatz, der eine feste Rampe erhalten wird. Der Liegeplatz ist bezüglich Tragfähigkeit und Tiefgang auch für die nächste Generation der 10-Megawatt-Anlagen ausgelegt. Sie sind noch deutlich größer und schwerer als die D7, mit der die Siemensproduktion in Cuxhaven 2017 beginnen wird.

Wirtschaftsminister: Gut investiertes Geld

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies erinnerte anlässlich des Rammbeginns am Mittwoch daran, dass die bisher in die Cuxhavener Offshore-Basis geflossenen 200 Millionen Euro Landesgelder gut investiert sind. Gerade der bereits zum großen Teil vorhandene Liegeplatz 9.3 sei bei den Verhandlungen mit Siemens ein wesentlicher Vorteil im Wettbewerb gegenüber anderen Standorten gewesen. Cuxhaven habe sich inzwischen zum deutschen Offshore-Industrie-Zentrum gemausert und sei der wichtigste Offshore-Standort in Niedersachsen.

Liegeplatz 9.3 der Offshore-Basis Cuxhaven

Startsignal für die Bauarbeiten (von links): Volker Kielgast (Technischer Geschäftsführer NPorts), Oberbürgermeister Ulrich Getsch, Landrat Kai-Uwe Bielefeld, Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU), Siemens-Projektleiter Dr. Carsten-Sünnke Berendsen, Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) und der SPD-Landtagsabgeordnete Uwe Santjer. Foto Scheer

Foto: Scheer

Immer informiert via Messenger
Die Wahlen sind vorbei. Welche Koalition wünscht ihr euch?
1347 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger