Kabellos: Der Futterschieber wird per Smartphone gesteuert. Das ist erst der Anfang des "Farming 4.0"

Kabellos: Der Futterschieber wird per Smartphone gesteuert. Das ist erst der Anfang des "Farming 4.0"

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Cuxland

Zeitenwende im Stall: Landwirte im Cuxland sind digitaler als wir selbst

Von Jens Gehrke
7. März 2016 // 07:00

Roboter melken die Kühe, Traktoren fahren selbstständig über die Felder. Was nach Zukunft klingt, ist im Cuxland schon längst Wirklichkeit. Die Landwirtschaft ist digital geworden. Ein Beispiel dafür bietet der Hof von Klaus Tietje in Stotel. Seine modernen Ställe liegen dort in Sichtweite der A 27.

Wie Fitnessbänder am Armgelenk

560 Kühe hat der Landwirt. Alle tragen ein Halsband, das mit verschiedenen Sensoren ausgestattet ist. Die Halsbänder erfassen das, was die Fitnessbänder am Armgelenk bei den Menschen messen. Sie liefern Daten darüber, wie viel die Kuh schläft, welche Wegstrecke sie pro Tag zurücklegt, wann sie isst. Big Data im Kuhstall.  Doch die Sensorbänder sind nur der Anfang. Die Technik auf dem Hof versetzt selbst Google und Facebook ins Staunen.  Beim Thema "Führerloses Fahren" ist die Landwirtschaft ein Vorbild für die Automobilbranche.

Das gibt es in der Landwirtschaft

  • Futterschieber: Das rotierende Gerät schiebt regelmäßig das Futter für die Kühe an und kehrt an die Basisstation zurück.
  • Melkroboter: Der Melkroboter erlaubt einen vollautomatisierten Melkvorgang. Die Kuh entscheidet selbst, wann sie gemolken werden möchte.
  • Fütterungssystem: Ist rund um die Uhr im Einsatz, um das Futter vollautomatisch zu den Kühen zu bringen. Mischt das Futter selbst.
  • Spaltenreiniger: Das Gerät reinigt selbstständig die Spalten und sorgt so für mehr Klauenhygiene.
  • Schaltzentrale: Der Landwirt hat vor dem Bildschirm jederzeit einen Überblick über die gesamte Herde.
  • Beweidungssystem: Setzt selbstständig den Weidezaun um und führt somit die Kühe auf der Weide.
  • Selektionsbox: Der elektronische "Türsteher" entscheidet, ob eine Kuh aus dem Stall auf die Weide darf.
  • Traktoren mit vollautomatischen GPS-Lenksystem oder ganz fahrerlose Schlepper.
  • Drohnen, die Felder abfliegen und überwachen.
  • Mähdrescher und Erntetransporter, die  autark miteinander kommunizieren und sich gegenseitig heranrufen.

Der Milchhof in Stotel im Video

So sieht es bei Landwirt Klaus Tietje aus:    

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