Ein Glas Milch enthält etwa 240 mg Calcium. Und Calcium ist für die Knochenstabiliät wichtig. Doch auch Vitamin D und Bewegung sind wichtig.

Ein Glas Milch enthält etwa 240 mg Calcium. Und Calcium ist für die Knochenstabiliät wichtig. Doch auch Vitamin D und Bewegung sind wichtig.

Foto: colourbox.de

Gesundheit

Starke Knochen macht nicht die Milch allein

Von vk
19. Oktober 2021 // 17:00
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Damit die Knochen stark werden“: Mit dieser Ansage sind viele Menschen als Kind dazu animiert worden, das Glas Milch zu trinken. Nur: Stimmt das überhaupt? Stabile Knochen, die auch im Alter möglichst nicht brechen und von Osteoporose verschont bleiben: Das wünscht sich jede und jeder für den eigenen Körper.

Der Weg dorthin scheint klar vorgezeichnet: Fleißig Milch, Quark und Käse auf den Speiseplan setzen – und fertig.

Calcium

Klar ist: Spricht man über stabile Knochen, kommt man an Calcium nicht vorbei. „Dieser Mineralstoff ist ein wesentlicher Bestandteil der Skelettmasse“, erklärt Prof. Diana Rubin, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM). Rund 98 Prozent des Calciums im Körper sind in den Knochen gebunden – und zahlen so kräftig auf deren Stabilität ein. Doch auch wenn Calcium für die Knochenstabilität wichtig ist, der Mineralstoff braucht dabei Unterstützung: „Ohne Vitamin D kann Calcium nicht in die Knochen eingebaut werden“, sagt Prof. Achim Bub, Leiter des Studienzentrums für Humanernährung am Max Rubner-Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel.

Viel Bewegung

Neben Calcium und Vitamin D gibt es noch einen dritten Faktor für stabile Knochen: Bewegung. „Durch die körperliche Belastung entsteht im Körper eine gewisse Form von Stress“, sagt Bub. „Die Muskulatur und die Knochen bauen sich mit der Zeit weiter auf, um dieser Belastung gewachsen zu sein.“

Hartkäsesorten wie Parmesan und Emmentaler haben einen hohen Calciumgehalt von rund 350 Milligramm (mg) pro Scheibe. Ein Glas Milch enthält etwa 240 mg Calcium. „Der Vorteil von Milch im Gegensatz zu Hartkäse ist aber natürlich, dass man davon mehr zu sich nehmen kann“, sagt Ernährungsmedizinerin Rubin.

Spinat und Rucola

Viele pflanzliche Milchalternativen sind mit Calcium angereichert, sodass sich der Bedarf auch auf diesem Wege decken lässt. Oder man greift zur Wasserflasche: „Mineralwasser enthalten Calcium, das für den Körper ebenso gut verfügbar ist wie aus Milchprodukten“, erklärt Bub. Außerdem gibt es zahlreiche Gemüsesorten, die dem Körper Calcium liefern, darunter Grünkohl, Spinat, Rucola oder Broccoli. Geht es um starke Knochen, ist klar, dass es die Milch nicht alleine macht. (dpa/tmn)

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