Gemeinsam haben sie dem Zollinlandplatz in Lehe neues Leben eingehaucht: Moritz Alber (von links) und Hauke Arntz vom Café „Das Beet“ und Susanne Ruser von der „Zolli“-Initiative.

Gemeinsam haben sie dem Zollinlandplatz in Lehe neues Leben eingehaucht: Moritz Alber (von links) und Hauke Arntz vom Café „Das Beet“ und Susanne Ruser von der „Zolli“-Initiative.

Foto: Scheschonka

Lotse
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13. August 2021 // 10:45

Auf dem Zollinlandplatz in Lehe steht ein in Bremerhaven einzigartiges Café: „Das Beet“ – für Betreiber Moritz Alber und sein Team ein Ort der Begegnung, bei dem Nachhaltigkeit gelebt wird und sich jeder kreativ einbringen kann. Das Café ist zu einem Gemeinschaftsprojekt geworden, bei dem die halbe Nachbarschaft freiwillig mit anpackt.

Mit der Eröffnung seines Freiluft-Cafés ist für Moritz Alber ein lang gehegter Traum in Erfüllung gegangen. „Im Studium wollten wir immer einen Platz haben, an dem wir gemeinsam kreativ sein können, Partys feiern und einfach eine gute Zeit haben“, sagt er, der in Bremerhaven „Maritime Technologien“ studiert hat. Weil er das so in Bremer-haven nicht gefunden hat, fasste Moritz Alber 2019 gemeinsam mit zwei Studienfreunden den Entschluss, in der Seestadt ein Café zu eröffnen.

Obwohl die beiden anderen bald aus dem Projekt ausgestiegen sind, ist er drangeblieben und hat seinen Traum verwirklicht.

Eine Solonummer ist das Café auf dem Zollinlandplatz, kurz „Zolli“, trotzdem nicht geworden. „Wir sind hier inzwischen ein 30-köpfiges Team“, erzählt Moritz Alber, den alle nur „Mo“ nennen. Die meisten aus seinem Team arbeiten freiwillig im „Beet“, vier von ihnen sind angestellt. Das Herzstück des Cafés ist ein umgebauter Schiffscontainer. Dort verkaufen „Mo“ und sein Team Bier, Limo, Sandwiches und
Kuchen. An den Wochenenden organisieren sie oft Kulturveranstaltungen oder Partys und Festivals. Auf dem „Zolli“-Gelände haben sie außerdem Bienenstöcke und Hochbeete angelegt. Hier wachsen Bohnen und Salate, aber auch Topinambur und andere bienenfreundliche Pflanzen und Blumen.

Nachhaltig

Seit diesem Jahr teilt sich Moritz Alber das Geschäft mit seinem alten Studienfreund Hauke Arntz. Der erzählt begeistert von der tatkräftigen Unterstützung durch die zahlreichen Helfer. „Aufruf starten, Kasten Bier hinstellen und fertig – so haben wir schon einige Erdhügel und Grasnaben weggebracht“, sagt Hauke Arntz und lacht. Viele der Freiwilligen sind Anwohner oder Studierende.

Das Café funktioniert nach dem „Zero-Waste“-Prinzip, das heißt: Verpackungsmüll soll – so gut es geht – vermieden werden. Getränke gibt es nur in der Glasflasche und die Küche ist auf regional und direkte Lieferketten ausgelegt.

„Unser ‚Beet‘ soll ein Ort sein, an dem Nachhaltigkeit und Biodiversität gelebt wird“, erklärt Moritz Alber. (axt)

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