Ein Raucher inhaliert eine Wegwerf E-Zigarette der Firma Elf Bar,

Seit der Einführung der Wegwerfprodukte ist die Nachfrage nach E-Zigaretten deutlich gestiegen.

Foto: Pfeil/dpa

Deutschland und die Welt

Abfallbranche fordert Verbot von elektronischen Einweg-Zigaretten

Autor
Von nord24
16. September 2022 // 10:00

Angesichts des Booms von Einweg-E-Zigaretten fordert Deutschlands Entsorgungsbranche nun ein Verbot dieser Wegwerfartikel.

„Rohstoff-Verschwendung“

"Das ist eine reine Rohstoff-Verschwendung", sagte der Chef des Branchenverbandes BDE, Peter Kurth. "Ein Verbot wäre die richtige Konsequenz." Da die Politik bereits die Kraft zu Verboten von Wattestäbchen oder Trinkhalmen aus Plastik gefunden habe, sollte ihr "hier eine Untersagung dieses Drecks erst recht gelingen". Die Umweltschutzorganisation Greenpeace ist ebenfalls dafür, die Produkte vom Markt zu verbannen.

Brände durch Kurzschlüsse

Der Abfallwirtschaft macht schon seit Langem der Trend zu Einwegprodukten mit Batterien zu schaffen. Landen diese fälschlicherweise im Restmüll oder in der Papiertonne, drohen später durch Kurzschlüsse des Elektroschrotts Brände auf Entsorgungsanlagen. "Alle paar Tage haben wir einen Brand in einer Entsorgungsanlage oder in einem Müllfahrzeug", sagte Kurth. Dieses Problem werde durch die Wegwerf-Elektrozigaretten noch verschärft.

Nicht auf Recyclinghöfen entsorgt

Nach seiner Schätzung werden die Einweg-E-Zigaretten so gut wie gar nicht auf Recyclinghöfen entsorgt. "Das Material landet achtlos im Restmüll oder in Papierkörben auf der Straße", sagte der Präsident des Abfallwirtschaftsverbandes. "Wer ein solches Produkt kauft, verschwendet mit Sicherheit keinen Gedanken an eine sachgemäße Entsorgung."

Immer informiert via Messenger
Besucht ihr die Weihnachtsmärkte in der Region?
278 abgegebene Stimmen