ion zweifelt an GNSG-Plänen für Wohnpark Tongern II

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Die CDU glaubt nicht, dass ab dem kommenden Jahr auf der Freifläche hinter Wohnpark Tongern I gebaut werden kann.

CDU-Fraktion zweifelt an GNSG-Plänen für Wohnpark Tongern II

Die GNSG ist optimistisch, dass im Wohnpark Tongern II im Jahr 2023 gebaut werden kann. Doch die CDU-Fraktion im Stadtrat hat da ihre Zweifel.

CDU zweifelt an GNSG-Plänen

Fraktion glaubt nicht, dass im Wohnpark Tongern II bald gebaut werden kann

Frank Wahlen, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Nordenhamer Siedlungsgesellschaft (GNSG), zeigt sich optimistisch, dass im geplanten Wohnpark Tongern II im Jahr 2023 gebaut werden kann. Doch das sieht die CDU im Nordenhamer Stadtrat ganz anders.

Aktuell gebe es weder einen überarbeiteten Bebauungsplanentwurf noch einen genehmigten Bebauungsplan. „Wie man hier zu einer öffentlichen Äußerung kommen kann, dass in 2023 die Bebauung einer wertvollen Landfläche möglich ist, erschließt sich uns nicht“, heißt es in einem Schreiben, dass CDU-Fraktionschef Leonard Krippner und CDU-Ratsherr Jörn Fuhrken unterschrieben haben.

Darüber hinaus lägen der Ratsfraktion aktuell Beschwerden der Anwohner vom benachbarten Wohnpark Tongern I vor. Frank Wahlen hatte gegenüber der Kreiszeitung gesagt, dass das Problem mit der Entwässerung gelöst ist. „Nach unseren Kenntnissen sind Maßnahmen eingeleitet aber der Umsetzungszeitpunkt ist unklar, die Erfolgsaussichten ungewiss“, schreiben hierzu Leonard Krippner und Jörn Fuhrken.

Bis die Entwässerung von Tongern I nicht geklärt ist, könne kein weiteres Baugebiet angeschlossen werden, betonen die Christdemokraten. „Alles

andere würde möglicherweise zu einer Überlastung der Straßensysteme und insbesondere zu Folgekosten für die Stadt Nordenham führen. Bis dahin ist und bleibt Tongern 2 für uns eine Möglichkeit.“

Ferner zeigen sich die CDU-Ratsherren „sehr irritiert“, dass die GNSG bereits die Fläche für Tongern II gekauft hat, zu der aber kein genehmigter Bebauungsplan existiert. „Dies stellt aus unserer Sicht ein finanzielles Risiko für die Gesellschaft dar, an der die Stadt Nordenham mit 81,6 Prozent beteiligt ist. Aus der Greensill-Misere sollte insbesondere Nordenham lernen und solche Risiko-Investments vermeiden“, meinen sie.


„Der Stadt fehlt ein Konzept für die Wohnbebauung“

Dass die GNSG Tongern II im kommenden Jahr bebauen lassen möchte, aber eigene Projekte wegen unvorhersehbarer Kosten zurückstellt, passe nicht zusammen, so die Christdemokraten. „Oder können Privatpersonen etwa finanziell besser planen als eine Siedlungsgesellschaft?“, fragen sie.

Generell fehle der Stadt ein Konzept für die Wohnbebauung. Daher habe die CDU-Fraktion im Februar 2022 einen Antrag zur Wohnraumoffensive gestellt. „Es soll umfänglich das Potenzial von Nachverdichtung im städtischen Raum sowie ausdrücklich auch die Ausweisung von Bauland für die Außenbezirke wie Blexen, Phiesewarden sowie Abbehausen und Ellwürden geprüft werden. Dies wäre ein strategisch wichtiger

Schritt, um einen Masterplan daraus zu entwickeln“, so Leonard Krippner und Jörn Fuhrken.

Leider sei dieser Antrag seitens der Verwaltung und der SPD so nicht mitgetragen worden. „So wurde alternativ vorgeschlagen, über eine Workshopreihe im kommenden Jahr die vorhandenen Steckbriefe der Stadtteile noch mal zu überarbeiten. „Da überrascht es uns umso mehr, dass nun ein Antrag der SPD, welcher sich aber wieder nur mit der vereinzelten Entwicklung ausgewählten Stadtteile befasst, eingereicht

wurde“, schreiben die CDU-Ratsherren.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung, die von explodierenden Baupreisen, Materialknappheit und Fachkräftemangel geprägt ist, will die CDU in Gesprächen mit den anderen Fraktionen einen neuen Ansatz besprechen. Leonard Krippner und Jörn Fuhrken sind sich einig: „Es zählt nicht, wer als erstes eine Idee hat, sondern wie aus vielen Ideen das beste Gesamtkonzept und damit die beste Lösung für die Stadt entsteht.“

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Erstellt:
6. November 2022, 19:01 Uhr
Lesedauer:
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