die Gründe für die Krise der Fischtown Pinguins

© Lothar Scheschonka

Thomas Popiesch, Trainer der Fischtown Pinguins, muss seine Mannschaft aus einer Krise führen.

Das sind die Gründe für die Krise der Fischtown Pinguins

Die Fischtown Pinguins stecken in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) in einer Krise. Was sind die Gründe?

Gründe für die Pinguins-Krise

Gründe für die Pinguins-Krise

Nach einem starken Saisonstart, der sie phasenweise an die Tabellenspitze der Deutschen Eishockey-Liga führte, sind die Fischtown Pinguins auf Platz sieben abgerutscht. Wir nennen die Gründe für die Krise und sagen, was Hoffnung auf eine Wende macht.


Was sind die Gründe für die Krise?

Der Negativ-Lauf: Aus den vergangenen zehn Spielen haben die Fischtown Pinguins nur 6 von 30 möglichen Punkten geholt. Nur Bietigheim war mit 5 Punkten noch schlechter. Selbst die schwer kriselnden Eisbären Berlin haben 9 Punkte geholt.

Die Verletzten: Mit Jan Urbas, Ziga Jeglic, Nicholas Jensen und Patch Alber fehlen zu viele Leistungsträger. Besonders auffällig ist der Urbas-Effekt: Mit ihrem Kapitän haben die Pinguins in 15 Spielen 34 Punkte geholt. Ohne ihren besten Stürmer in 11 Spielen 7 Punkte. Wann die Verletzten zurückkehren, ist weiter offen.

Stockende Offensive: In den letzten zehn Spielen haben die Pinguins 20 Treffer erzielt. 2,0 Tore im Schnitt reichen im Eishockey nicht für dauerhaften Erfolg. Immerhin: Das von Trainer Thomas Popiesch ausgegebene Ziel von 30 oder mehr Schüssen aufs Tor wurde in sieben der zehn Spiele erreicht. Die Schüsse waren nur nicht gefährlich genug.

Schwächelnde Defensive: 29 Gegentore aus den letzten zehn Spielen sind zu viel (Schnitt 2,9). In den Spielen zuvor lag der Gegentorschnitt bei 2,4. Popieschs Ziel von maximal 25 Torschüssen des Gegners wurde in den vergangenen zehn Spielen nur einmal erreicht.

Dürftiges Powerplay: Vor allem Jeglic und Urbas, aber auch Jensen sind wichtige Powerplay-Spieler. Ohne sie ist der Spielfluss in Überzahl raus. Alle drei zusammen fehlen seit fünf Spielen, in diesen haben die Pinguins aus 20 Powerplay-Gelegenheiten 2 Tore gemacht. 10 Prozent Quote sind dürftig. Als die Pinguins vollzählig waren, lag die Quote über 25 Prozent.

Schwaches Penaltykilling: Schon in der gesamten Saison ist das Unterzahlspiel ein Sorgenkind, die Quote war nie wirklich gut. Mit 72,7 Prozent derzeit liegt sie weit unter einem Spitzenwert. Top-Sechs-Mannschaften sollten mehr als 80 Prozent haben.

Überspielte Spieler: Wegen der Ausfälle müssen andere Spieler mehr Eiszeit nehmen - manchmal deutlich mehr, als ihnen guttut. Konzentration und Kraft lassen in entscheidenden Phasen nach. Die Fehlerquote steigt.


Was macht Hoffnung auf ein Ende der Krise?

Es gibt immer eine Chance: Bis auf ein Spiel (2:6 in Ingolstadt) haben die Pinguins die letzten zehn Spiele alle bis zum Ende offen gehalten, bei allen verlorenen Spielen machte nur ein Tor den Unterschied aus (Empty-Net-Tore nicht mitgerechnet).

Ein Torhüter in Topform: Maximilian Franzreb ist nach dem unrühmlichen Abgang von Brandon Maxwell im Tor eine Mauer. In den letzten acht Spielen startete er, in sechs Partien davon kassierte er nur ein oder zwei Gegentore. Sein Gegentorschnitt aus den acht Spielen liegt bei 2,1 (Empty-Net-Tore werden hier natürlich nicht mitgerechnet).

Eine Stärke bleibt: Die Pinguins sind weiterhin bestes Bully-Team. 54,62 Prozent der Anspiele werden gewonnen.

Die Disziplin stimmt: (mit einer unrühmlichen Ausnahme in Frankfurt). In acht der letzten zehn Spiele kassierten die Pinguins weniger Strafzeiten als der Gegner.

Keine Panik: Als sie Tabellenführer waren, betonten Spieler, Trainer und sportliche Leitung stets, dass das nur eine Momentaufnahme sei und auch wieder schlechtere Zeiten kommen. Die sind nun da, und ebenso wie niemand in Euphorie verfallen ist, verfällt auch niemand in Panik.

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Erstellt:
7. Dezember 2022, 14:13 Uhr
Lesedauer:
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