feiern einen Überraschungssieg in Jena

© Christoph Worsch

Matt Freeman (links) setzt sich unter Jenas Korb gegen Takiula Fahrensohn (Mitte) und Björn Rohwer durch.

Eisbären feiern einen Überraschungssieg in Jena

Die Eisbären Bremerhaven haben in der Zweiten Basketball-Bundesliga bei Mediolis SC Jena den zweiten Saisonsieg geholt.

Die Eisbären Bremerhaven haben in der Zweiten Basketball-Bundesliga einen überraschenden Auswärtssieg bei Medipolis SC Jena feiern können.

Als der letzte Wurf von Jenas Carlton Guyton den Korb verfehlt hatte, lagen sich die Eisbären-Profis in den Armen. Die Schützlinge von Trainer Steven Key erkämpften sich am Sonntag einen unerwarteten 71:69 (31:32)-Auswärtssieg beim bislang ungeschlagenen Aufstiegsanwärter Medipolis SC Jena.

Der Schlüssel zum Sieg war, dass wir offensiv in der zweiten Halbzeit den Ball besser unter Kontrolle hatten. Da hatten wir nur drei Ballverluste. Auch die Offensivrebounds waren wichtig für uns, denn die holt man nur, wenn man mit Herz und Leidenschaft spielt“, freute sich Steven Key über den ersten Auswärtssieg seiner Mannschaft, die in der Verteidigung sehr konzentriert zu Werke ging. Der Eisbären-Coach konnte in Jena zwar wieder auf Jarelle Reischel und Lennard Larysz zurückgreifen, aber für Larysz war das Spiel zu Beginn des zweiten Viertels schon wieder zu Ende. Der 24-Jährige knickte bei einer Aktion am Jenaer Korb, mit der er zwei Freiwürfe für sein Team erarbeitete, um und konnte nicht mehr weiterspielen. „Lennard wird morgen zum Arzt gehen, dann wissen wir mehr“, sagte Key.


Wiedergutmachung für Minus-Leistung gegen Düsseldorf

Seinem Team war anzumerken, dass es nach der Minus-Leistung bei der 78:112-Heimklatsche gegen die ART Giants Düsseldorf etwas gutzumachen hatte. Die Eisbären waren eng an ihren Gegenspielern dran und zu Beginn auch offensiv im Rhythmus. Nach einem Dreier von Matt Frierson lagen sie mit 17:5 in Führung (5. Minute).

Jena kam nach einer Auszeit besser ins Spiel. Die Thüringer verteidigten jetzt deutlich aggressiver. Und das zeigte Wirkung. Die Wurfquote der Eisbären ging allmählich in den Keller. Im zweiten Viertel legte das Key-Team nur noch neun Punkte auf und erzielte dabei keinen einzigen Feldkorb. Alle Punkte entstanden an der Freiwurflinie. „Wir haben offene Würfe gehabt, aber vielleicht wollten wir es in dieser Phase zu sehr erzwingen. Das Hauptproblem waren aber die vielen Ballverluste“, sagte Key. Die Eisbären hatten in der ersten Halbzeit insgesamt 13 Turnover - das war ein Grund dafür, dass Jena zur Halbzeit knapp mit 32:31 führte.

Auch nach dem Seitenwechsel gingen beide Teams durch Wellentäler. Zunächst gerieten die Eisbären mit sechs Punkten ins Hintertreffen (37:43, 24.). Dann legten die Gäste nach einer Auszeit einen 11:2-Lauf hin und holten sich die Führung zurück (48:45, 27.). Ende des dritten Viertels drehte Jenas Ex-Erstliga-Profi Guyton auf und schenkte den Nordlichtern drei Dreier in Folge zum 56:52 ein.


Eisbären hätten den Sack zumachen können

Wie stark die Eisbären verteidigten, zeigt die Tatsache, dass Björn Rohwers Dreier zum 66:66 viereinhalb Minuten vor Spielende der letzte Feldkorb Jenas war. Die Eisbären waren in der Crunchtime entschlossener, versäumten es aber, den Sack zuzumachen. So traf Reischel nach einem Technischen Foul gegen Jenas Coach Domenick Reinboth, der sich darüber aufgeregt hatte, dass der Bremerhavener an die Freiwurflinie durfte, nur einen seiner drei Versuche zum 71:67 (38.). 14,4 Sekunden vor Schluss vergab Simon Krajcovic zwei weitere Freiwürfe.

Jena bekam auf diese Weise noch eine Chance, das Spiel zu gewinnen oder die Verlängerung zu erzwingen, aber die Eisbären ließen nicht mehr als den schweren Dreier von Guyton zu. „Da ist mir schon mein Herz in die Hose gerutscht. Guyton hat vorher gut getroffen“, atmete Key durch.

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Erstellt:
23. Oktober 2022, 18:44 Uhr
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