starten mit Try-out-Spieler in die Rückrunde

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Corey Manigault darf sich in den kommenden zehn Tagen für eine Verpflichtung bei den Eisbären Bremerhaven empfehlen.

Eisbären starten mit Try-out-Spieler in die Rückrunde

Die Eisbären Bremerhaven starten nach dem jüngsten Heimsieg mit Rückenwind in die Rückrunde der 2. Basketball-Bundesliga. Dabei treffen sie dieses Mal auswärts erneut auf die Nürnberg Falcons - und haben einen Try-out-Spieler dabei.

Um 18.30 Uhr startet am Sonnabend das zweite Duell binnen sieben Tagen zwischen den Eisbären Bremerhaven und den Nürnberg Falcons. Es ist somit ein erster kleiner Vorgeschmack auf die Playoffs, in denen Back-to-Back gespielt wird. Um den Kampf um den Meistertitel jedoch überhaupt zu erreichen, müssen sich die Eisbären in der Rückrunde deutlich steigern. Aktuell rangieren Kapitän Robert Oehle und Co. mit nur sieben Siegen aus 17 Partien nur auf dem 13. Tabellenplatz und würden das selbst gesteckte Ziel verpassen.


Try-out-Spieler mit an Bord gen Nürnberg

Mit dem jüngsten 88:82-Erfolg in der Stadthalle gegen den Franken stoppten die Bremerhavener jedoch einen Negativlauf von drei Niederlagen in Folge. Nach einem schwachen Start legten sie eine starke Aufholjagd in der zweiten Halbzeit hin. Die Duelle mit den Falcons könnten einen Wendepunkt in der Saison bringen. „Es war ein wichtiger Sieg, den wir fast schon holen mussten. Wenn wir jetzt auch das Spiel für uns entscheiden, gehen wir in die richtige Richtung. Wir müssen das jetzt bestätigen“, fordert Adrian Breitlauch.

Einer kann dabei weiterhin nicht mithelfen. Jarelle Reischel laboriert weiter an einer Achillessehnenverletzung, konnte die ganze Woche nicht trainieren. Mit an Bord des Mannschaftsbusses gen Nürnberg war am Freitag indes Corey Manigault, der sich in den kommenden zehn Tagen per Try-out-Vertrag für eine Verpflichtung empfehlen darf. Gegen die Falcons soll er jedoch noch nicht zum Einsatz kommen.


Schwere Verletzung im November 2021

„Er ist erst am Donnerstag angekommen - ohne Gepäck. Wir wollen ihn nicht ins Feuer werfen, sondern mit dem zuletzt siegreichen Team spielen. Er wird ab Montag mit uns trainieren und integriert werden“, sagt Trainer Steven Key.

Zumal der Forward zuletzt in der Saison 2021/22 ein Spiel bestritten hat - für AEL Limassol auf Zypern. Es war die dritte Station im Ausland für den Absolventen der University of Pittsburgh, der zuvor in Bulgarien und Tunesien gespielt hatte. Doch es sollte ein schreckliches Ende nehmen, nachdem er zuvor in acht Spielen im Schnitt 25,6 Punkte gesammelt und 11,9 Rebounds gepflückt hatte. Ende November 2021 wurde der heute 24-Jährige vor einem Nachtclub in Nikosia brutal angegriffen, als er mit seiner Freundin und Teamkollege Brandon Averette unterwegs war. Er erlitt eine Gehirnblutung und ein Hämatom und musste mehrere Wochen im Krankenhaus bleiben. Danach holte die Familie den 2,06 Meter großen Forward zurück nach Amerika. Nun will er es scheinbar wieder wissen. Es ist jedoch schwer vorstellbar, dass ein Spieler nach einer so langen Ausfalldauer den Eisbären im Kampf um die Playoffs sofort eine Hilfe sein kann.

„Große Spieler mitten in der Saison zu bekommen ist schwer. Die haben meist alle schon einen Verein oder kommen aus einer Verletzung und sind dann nur für so 15 Minuten einsetzbar. Die Erfahrung habe ich auch schon in Würzburg gemacht, obwohl wir dort deutlich mehr Geld zur Verfügung hatten als hier“, so Key. „Aber wir haben in der Phase, wo Robert Oehle verletzt war, gemerkt, dass wir auf der Position nicht konstant genug sind und noch jemanden mit Erfahrung brauchen. Er ist ein Rookie, aber er hat noch mal einen anderen Spielstil als Robert oder Matt Freeman und ist vielfältig auf den Positionen vier und fünf einsetzbar.“


Zwei Falcons-Spieler kehren zurück

In Nürnberg muss es jedoch der bisherige Kader richten. Die Falcons könnten dagegen einen anderes Gesicht bekommen. Im letzten Duell fehlten mit Sheldon Eberhardt und Kapitän Basti Schröder zwei wichtige Spieler. Beide sind stets für rund neun Punkte in einer Partie gut. Hinzu kommt, dass es zwei deutsche Spieler sind, von denen in der ProA stets zwei auf dem Parkett stehen müssen. Umso schmerzhafter ist es, wenn zwei deutsche Leistungsträger passen müssen. Die Eisbären wussten den Fakt zu nutzen. „Wir wollen zeigen, dass wir es besser können und über die volle Spieldauer unseren Basketball spielen“, erklärt Nürnbergs Head Coach Derrick Taylor - wohlwissen, dass mindestens Schröder wieder die Mannschaft anführen wird, ein Comeback von Scharfschütze Eberhardt lassen die Nürnberger indes noch offen. „Beide Teams werden versuchen, die Mannschaft genau da anzugreifen, wo es beim letzten Mal hakte. Es wird darauf ankommen, wer die kleinen Veränderungen besser hinbekommt. Nürnberg wird jedoch mit den zwei Spielern eine andere Mannschaft sein.“

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Erstellt:
20. Januar 2023, 15:42 Uhr
Lesedauer:
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