ren werden im Nordderby überrannt

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Die Eisbären legten eine Bauchlandung im Nordderby hin.

Die Eisbären werden im Nordderby überrannt

Die Eisbären Bremerhaven haben das Zweitliga-Nordderby gegen die Basketballer der Artland Dragons verloren.

Im Nordderby der Zweiten Basketball-Bundesliga haben die Eisbären Bremerhaven gegen die Artland Dragons aus Quakenbrück eine empfindliche Heimniederlage einstecken müssen.

Die Sprechchöre „Derbysieger, Derbysieger, hey“ hätten die Basketball-Profis der Eisbären am Freitagabend gerne von ihren Fans gehört. Doch es waren die Anhänger der Artland Dragons, die nach dem Zweitliga-Nordderby in Feierlaune waren.

Die Quakenbrücker setzten sich vor 1018 Zuschauern in der Stadthalle deutlich mit 88:69 (46:25) durch. Für die Eisbären, die das Nordderby in der ersten Halbzeit verloren, war es die dritte Niederlage im vierten Heimspiel. Adrian Breitlauch und Jarelle Reischel standen Trainer Steven Key zwar wieder zur Verfügung, aber Daniel Norl war noch nicht wieder einsatzbereit. Da auch Lennard Larysz weiter ausfällt, war Simon Krajcovic der einzige gelernte Spielmacher bei den Eisbären - das sollte sich als entscheidende Schwächung erweisen, weil der slowakische Nationalspieler in der ersten Halbzeit völlig neben sich stand.

Der 28-Jährige wurde von den Dragons unter Druck gesetzt und verlor in der ersten Hälfte fünfmal den Ball. „Uns fehlt im Moment ein zweiter Ballhandler. Das soll keine Entschuldigung sein. Jarelle und Adrian können auch den Ball bringen, aber das ist nicht dasselbe. Wir haben immer den falschen Moment gewählt, eins gegen eins zum Korb zu gehen. Das hilft der anderen Mannschaft enorm“, sagte Key. Breitlauch, der nach zwei Jahren in Quakenbrück viele bekannte Gesichter auf dem Feld und auf den Rängen sah, legte ebenfalls den Finger in die Wunde: „Simon kämpft und haut sich rein. Aber über 30 Minuten im Fokus der gegnerischen Defense zu sein, ist super hart. Wir haben den Dragons in der ersten Halbzeit mit unseren zwölf Ballverlusten in die Karten gespielt, weil die meisten nicht im Aus, sondern in deren Händen gelandet sind. Dann konnten sie schnell spielen.“


Die Dragons zeigen ihre Stärke in der Transition

Dass das Key-Team zudem kein Scheunentor traf - im ersten Durchgang lag die Wurfquote aus dem Feld bei gerade mal 31 Prozent -, war ebenfalls ganz nach dem Geschmack der Dragons. So konnte sich das Team von Trainer Patrick Flomo bereits im ersten Viertel eine zweistellige Führung erarbeiten (23:11, 9. Minute). Die Gäste zeigten ihre Stärken in der Transition und kamen zu zahlreichen leichten Fastbreak-Punkten. Mit einem Floater sorgte Jalen Bradley zur Freude des mitgereisten Dragons-Anhangs dafür, dass die Gäste mit einem 21-Punkte-Polster in die Kabine ging (46:25).

Immerhin wehrten sich die Eisbären dagegen, noch einmal vor ihrem Heimpublikum so abgeschossen zu werden wie beim 78:112-Debakel gegen die ART Giants Düsseldorf. Obwohl der Rückstand im dritten Viertel sogar auf 26 Punkte wuchs (25:51, 23.), steckten die Gastgeber nie auf. Scharfschütze Matt Frierson meldete sich endlich mit zwei Dreiern zum Spiel an, stellte anschließend aber das Werfen wieder ein. Dennoch kamen die Eisbären mit einem 7:0-Lauf zum Ende des dritten Viertels auf 14 Punkte heran (48:62, 30.).


Reischels Dreier lässt kurz Hoffnung aufkommen

Ein Dreier von Reischel zum 53:66 ließ die Hoffnung auf eine Wende noch einmal kurz aufkeimen (33.). In der Defensive setzten die Eisbären nun auf eine Zonenverteidigung. Das machte den Dragons jedoch nichts aus, sie bewegten den Ball - und sich selbst - wesentlich besser als die Eisbären und fanden so die offenen Würfe. Mit zwei Dreiern in Folge zum 76:56 machte Bradley für die Quakenbrücker alles klar (36.). Aus Eisbären-Sicht lieferte Luca Merkel noch eine schöne Randnotiz, indem der 18-Jährige eine Woche nach seinem ProA-Debüt seine ersten fünf Punkte warf. Am verdienten Sieg der Dragons änderte das jedoch nichts mehr. „Sie haben so gespielt, wie wir es erwartet haben. Aber wir haben es ihnen heute auch zu leicht gemacht“, sagte Key. Sein Team muss sich schütteln und am Sonntag bei Phoenix Hagen (17 Uhr) zulegen.


Die Statistik

Eisbären: JARELLE REISCHEL (15 Punkte), ROBERT OEHLE (15 Punkte, 16 Rebounds), MATT FREEMAN (8 Punkte); Chris Hooper (8 Punkte, 4 Assists); MATT FRIERSON (7 Punkte, 2/7 Dreier), Luca Merkel (5), Bernat Vanaclocha Sanchez (5 Punkte); Adrian Breitlauch (4 Punkte); SIMON KRAJCOVIC (2 Punkte, 4 Assists, 5 Ballverluste); Johannes Heiken; Daniel Norl

ren werden im Nordderby überrannt

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Simon Krajcovic (rechts) spielte eine katastrophale erste Halbzeit mit fünf Ballverlusten.

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Erstellt:
4. November 2022, 21:17 Uhr
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