verlieren das Nordderby in Vechta

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Eisbären-Profi Chris Hooper (links) unter dem Korb im Duell mit Vechtas Tajuan Agee.

Eisbären verlieren das Nordderby in Vechta

Basketball-Zweitligist Eisbären Bremerhaven hat ohne den angeschlagenen Matt Freeman das Nordderby beim SC Rasta Vechta verloren.

Die Zweitliga-Basketballer der Eisbären Bremerhaven haben ihr erstes Nordderby der Saison beim SC Rasta Vechta mit 67:72 (34:45) verloren. 2845 Zuschauer sahen am Sonntag im Rasta-Dome die erste Saisonniederlage der Eisbären.

„Wir hätten eine größere Chance gehabt, das Spiel zu gewinnen, wenn wir besser gestartet wären. So mussten wir lange dem Rückstand hinterherlaufen. Und das hat viel Energie gekostet“, rügte Steven Key den schwachen Start seiner Schützlinge. Auch die Überlegenheit Vechtas bei den Abprallern - Rasta gewann das Duell unter den Körben mit 40:31 und sicherte sich allein 18 Offensivrebounds - missfiel dem Eisbären-Trainer: „Vechta ist sehr aggressiv zum Korb gegangen und hat dadurch viele Rebounds geholt. Ich denke, da hat bei uns manchmal die kämpferische Einstellung gefehlt.“

Die Eisbären konnten wieder auf Jarelle Reischel zurückgreifen, der beim 98:60-Heimsieg gegen die Gießen 46ers wegen Hüftproblemen gefehlt hatte. Mit Matt Freeman fiel allerdings ein „Big Man“ aus. Der Neuseeländer war gegen Gießen umgeknickt. Ein starker Rebounder wie Freeman hätte den Bremerhavenern im Vechtaer Hexenkessel gut zu Gesicht gestanden.


Aggressive Verteidigung bereitet Eisbären Probleme

Die Gäste waren zu Beginn nicht bei der Sache. Key nahm nach drei Minuten seine erste Auszeit, da lag seine Mannschaft mit 2:10 hinten. Zu diesem Zeitpunkt hatte Vechta alle sieben Rebounds geholt. Probleme bereitete den Eisbären auch die aggressive Verteidigung Vechtas, die zu zahlreichen Ballverlusten führte. So ging das erste Viertel deutlich mit 25:12 an Rasta. Nach einem Dreier von Rasta-Spielmacher Jordan Johnson wuchs der Rückstand sogar auf 19 Punkte an (35:16, 14.). Die Eisbären antworteten mit einem 8:0-Lauf und fanden allmählich ihren Rhythmus. Offensiv setzten Simon Krajcovic und Matt Frierson die Akzente. Die Unterlegenheit beim Rebound blieb aber die große Schwäche der Gäste.

Mit deutlich mehr Intensität in der Verteidigung kehrte das Key-Team zur zweiten Halbzeit aufs Feld zurück. Vechta bekam kaum noch einfache Würfe und schwächelte jetzt an der Dreierlinie. Die Eisbären holten Punkt um Punkt auf und gingen erstmals seit der Anfangsphase wieder in Führung (53:52, 28.). Der ehemalige Rasta-Profi Reischel netzte zur Freude der 50 mitgereisten Eisbären-Fans einen Dreier ein. Nach 30 Minuten stand es im Nordderby 56:56.


Zu viele Spieler bleiben offensiv kalt

Im Schlussviertel taten sich beide Teams noch schwerer, Punkte auf die Anzeigetafel zu bringen. Das lag an starker Verteidigung und fehlendem Rhythmus in der Offensive. Am Ende reichte Vechta ein 7:0-Lauf zum 72:65, um den Heimsieg klarzumachen. Die Eisbären zeigten zwar viel Engagement in der Verteidigung, das galt aber genauso für die Gastgeber. Elf Eisbären-Punkte im letzten Viertel - allein sieben gingen auf das Konto des starken Daniel Norl - waren zu wenig, um den durchaus möglichen Auswärtssieg zu holen. Dafür hatten die Eisbären aber zu viele Spieler, die offensiv kalt blieben – Adrian Breitlauch, Kapitän Robert Oehle und Chris Hooper.

„Es war am Ende ein bisschen unglücklich, aber Vechta hat verdient gewonnen“, sagte Key. Der Eisbären-Coach wunderte sich, dass das Scouting nur sechs Vorlagen für seine Mannschaft notierte: „Es waren viele Eins-gegen-eins-Duelle, aber so wenig Assists - das kann eigentlich nicht sein.“

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Erstellt:
9. Oktober 2022, 20:06 Uhr
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