erkämpfen sich den Sieg im Nordderby in Wolfsburg

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Im Nordderby zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den Fischtowns Pinguins gab es reichlich Torszenen. Hier bejubelt Markus Vikingstad sein Tor zum 1:0.

Pinguins erkämpfen sich den Sieg im Nordderby in Wolfsburg

In der Deutschen Eishockey-Liga haben die Fischtown Pinguins einen wichtigen Sieg im Rennen um Platz sechs gefeiert. Bei den Grizzlys Wolfsburg gewannen die Bremerhavener mit 3:2 und versetzten nicht nur die 300 mitgereisten Fans in Jubelstimmung.

Durch den vierten Sieg im vierten Nordderby dieser Saison haben die Pinguins in der Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga vorläufig Platz sechs ergattert, der am Ende der Hauptrunde die direkte Qualifikation fürs Playoff-Viertelfinale bedeutet. „Es ging um drei Punkte, nicht mehr und nicht weniger“, sagte Pinguins-Trainer Thomas Popiesch abwehrend. Gefreut hat er sich über den Sieg natürlich trotzdem: „Es war für uns nach den letzten Spielen nicht einfach, weil wir gutes Hockey gespielt und keine Punkte mitgenommen haben. Das war heute unser Ziel.“

Philip Samuelsson und Skyler McKenzie waren nicht dabei, dafür war Miha Verlic wie erwartet zurück im Paradesturm. Er spielte zum Schutz seiner frisch genähten Lippe mit einem Vollvisier. Die Stimmung in der mit 4.123 Zuschauern fast ausverkauften Halle war der Bedeutung der Partie entsprechend prickelnd, dafür sorgten auch die rund 300 mitgereisten Pinguins-Fans und Pinguins-Stadionsprecher Felix Behnert, der vor dem Spiel zusammen mit Wolfsburgs Stadionsprecher Jens Kluck auf dem Eis stand und die Mannschaft vorstellte.


Viele Torszenen und gutes Eishockey auf beiden Seiten

Anlaufzeit benötigten beide Mannschaften nicht, mit schnörkellosem Eishockey suchten sie den schnellen, direkten Weg zum gegnerischen Tor. Die neutrale Zone wurde nur wenig bespielt. So waren die beiden Torhüter im ersten Drittel die Hauptfiguren. Wolfsburgs Dustin Strahlmeier musste bereits nach 12 Sekunden bei einem Schuss von Miha Verlic erstmals zupacken. Er bekam wenig Zeit zum Durchatmen, immer wieder kamen die Pinguins zu guten Schüssen. Seine beste Parade zeigte der Grizzlys-Torhüter gegen Markus Vikingstad (9. Minute). Niklas Svedberg im Tor der Pinguins bekam etwas weniger zu tun, musste aber auch seine Bestleistung abrufen, um die Chancen von Luis Schinko (5.) und Jordan Murray (8.) zu stoppen. Wenn zwei Torhüter so in Form sind, sind sie oft nur mit unvorhersehbaren Schüssen zu überwinden. Und so kam es auch. Markus Vikingstad lenkte einen harten Pass von Nicholas Jensen zum 1:0 für die Pinguins (18.) ins Tor. Wenig später hatte Wolfsburg eine ähnliche Szene durch Tyler Morley, doch Svedberg hatte mehr Glück und parierte.


Geniestreich von Miha Verlic führt zum 2:0

Das Spiel blieb hochklassig und chancenreich. Vikingstad hatte die erste Chance im zweiten Drittel, Strahlmeier parierte. Dann aber erhöhten die Pinguins nach einem Geniestreich von Miha Verlic auf 2:0 (25.). Der Slowene spielte mit einem Pass aus der Drehung Alex Friesen frei, der passgenau verwandelte. Wolfsburg drückte in der Folge etwas mehr, die Pinguins bekamen dadurch bei ihren Gegenzügen mehr Platz. So wie Jan Urbas (33.), der aber daneben schoss. Als in der 35. Minute mit Patch Alber erstmals in dieser Partie ein Spieler auf die Strafbank musste, verkürzten die Grizzlys. Das beste Powerplay-Team der Liga drückte mächtig und kam durch Trevor Mingoia zum 1:2 (36.). Im nächsten Wechsel fiel fast der Ausgleich. Doch der Schuss von Tyler Morley landete an der Latte und den freien Puck schnappte sich Svedberg Sekundenbruchteile vor Laurin Braun. Als der Schockmoment verdaut war, bekam Urbas eine Riesenchance, als er allein auf Strahlmeier zulief. Doch der Pinguins-Kapitän scheiterte (38.).


Archibald macht es mit seinem Tor wieder spannend

Eine frühe Wolfsburger Druckphase im letzten Drittel meisterten die Pinguins und kamen danach wieder zu mehr eigenen Aktionen. Das nahm einerseits den Grizzlys Offensivzeit - und brachte den Pinguins nach 49 Minuten das 3:1. Nach einem Schuss von Antti Tyrväinen machte Strahlmeier seinen einzigen Fehler in diesem Spiel und ließ den Puck nach vorn abprallen. Ross Mauermann war zur Stelle und schoss ein.

Die Grizzlys versuchten, Druck aufzubauen, doch die Pinguins hielten sie weitgehend vom eigenen Tor fern. Bis Wolfsburg 95 Sekunden vor dem Ende mit dem sechsten Feldspieler durch Darren Archibald auf 2:3 (59.) verkürzte. Den Ausgleich ließen die verbissen kämpfenden Pinguins trotz Wolfsburger Dauer-Drucks nicht mehr zu. „Wir haben auf eine sehr gute Defensive, einen sehr guten Torhüter und einen sehr guten Einsatzwillen aufgebaut“, resümierte Popiesch.

Wolfsburg - Pinguins 2:3 (0:1; 1:1; 1:1)

Tore: 0:1 (17:50) Vikingstad (Jensen, Mauermann); 0:2 (24:15) Friesen (Verlic, Bruggisser); 1:2 (35:02) Mingoia (Zajac, Jeffrey) bei 5/4; 1:3 (48:30) Mauermann (Tyrväinen, Jensen); 2:3 (58:25) Archibald (Jeffrey, Murray) EA

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Erstellt:
15. Januar 2023, 16:14 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 10sec

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