sonniederlage kostet Pinguins die Tabellenführung

© Masorat

Die Schwenninger waren immer sehr nah am Gegenspieler und arbeiteten gut mit Körper und Schläger - so wie hier Alex Trivellato (links) gegen jan Urbas. Damit machten sie den Pinguins-Spielern das leben schwer.

Erste Saisonniederlage kostet Pinguins die Tabellenführung

Die Fischtown Pinguins haben in der Deutschen Eishockey-Liga gegen die Schwenninger Wild Wings verloren.

Die Siegesserie zum Saisonstart ist gerissen. Die Fischtown Pinguins haben in der Deutschen Eishockey-Liga gegen die Schwenninger Wild Wings verloren. Damit ist auch die Tabellenführung weg.

Zwei Drittel lang kam zu wenig von den Pinguins. Anders als es die Siegesserie erwarten ließe, starteten sie fahrig, ihr Spiel war geprägt von vielen Ungenauigkeiten. Das änderte sich erst im Schlussdrittel, als die Pinguins drauf und dran waren, erneut einen 1:3-Rückstand zu drehen (wie am Dienstag gegen Iserlohn). In der Schlussphase bewegten sie Gegner und Scheibe, es hagelte Schüsse aufs Tor. Doch mehr als das 2:3 durch Alex Friesen (59.) mit dem Extra-Angreifer gelang nicht. „Wenn wir vom Anpfiff an so gespielt hätten wie im letzten Drittel, hätten wir das Spiel gewonnen“, sagte Kapitän Jan Urbas. „In anderen Spielen hatten wir etwas Glück, diesmal nicht. Aber wir haben es uns auch nicht verdient.“

Damit spielte er auf die ersten beiden Drittel an, in denen die Pinguins nicht ihr bestes Spiel zeigten. „Wir haben in den ersten beiden Dritteln zu leichte Sachen hergegeben. Zu leichte Scheibenverluste, zu leichte Strafzeiten, für die der Gegner nicht viel arbeiten musste. Wenn man ein Tempospiel machen will, darf man nicht so viele Scheiben im Aufbau verlieren“, sagte Trainer Thomas Popiesch. Besonders auffällig war das in den drei Überzahlspielen im ersten Drittel, in denen schon der Aufbaupass mehrmals so ungenau kam, dass kaum Druck aufgebaut werden konnte. Auch im Abschluss fehlte der letzte „Wumms“. Es gab ein paar Schusschancen, aber wenig, was Gäste-Torhüter Marvin Cüpper in große Nöte gebracht hätte. Somit konnten die Schwenninger ihre frühe Führung relativ einfach verwalten. Brendan DeFazio hatte in Überzahl per Nachschuss das 1:0 erzielt (8. Minute). Niklas Andersen gelang nach zur 42 Sekunden im Mitteldrittel der Ausgleich, nachdem Dominik Uher die Scheibe gewonnen hatte.


Zu viele Strafen im zweiten Drittel

Der berühmte „Weckruf“ war das Tor aber nicht. Das zweite Drittel war geprägt von Strafzeiten, und das tat der Partie nicht gut. Es gab kaum Spielfluss, kaum Druckphasen. Stattdessen zwei Überzahlsituationen für die Pinguins und gleich vier für Schwenningen, von denen die Gäste zwei nutzten. Beim 2:1 (34.) war Tylor Spink der Torschütze, als die Pinguins gerade wieder vollzählig waren. Die Gastgeber schafften es einfach nicht, mal längere Zeit von der Strafbank wegzubleiben und so kam es, wie es kommen musste: Ein weiterer „echter“ Powerplay-Treffer durch Phil Hungerecker brachte die Wild Wings 3:1 in Führung (37.). Zuvor hatte sich Pinguins-Torhüter Brandon Maxwell verbissen gegen einen weiteren Gegentreffer gewehrt und den Puck einmal sogar gerade noch so von der Linie gekratzt. „Durch die vielen Strafen haben wir uns selbst in den Fuß geschossen. Wir können niemand anderem die Schuld geben als uns selbst“, sagte Urbas.


Später Anschlusstreffer durch Friesen

Im Spiel Fünf gegen Fünf waren die Pinguins die bessere Mannschaft, das bewiesen sie im Schlussdrittel. Niklas Andersen und Skyler McKenzie hatten das Anschlusstor auf dem Schläger. Schon vier Minuten vor dem Ende brachte Popiesch einen sechsten Feldspieler für den Torhüter. Lohn war das 2:3 durch Friesen (59.). So sehr die „Scharfschützen“ Philip Bruggisser und vor allem Jan Urbas in den Schlusssekunden auch aufs Tor droschen, der Ausgleich gelang nicht mehr. „Wir hatten schon in mehreren Spielen nicht den besten Start, so auch diesmal. Daran müssen wir arbeiten. Wir sind gut genug, um in Spiele zurückzukommen. Aber das klappt nicht jedes Mal“, sagte Urbas. (dir)

Am Sonntag haben die Fischtown Pinguins spielfrei, sie sind aber unmittelbar nach dem langen Wochenende wieder dran. Am Dienstag, 4. Oktober (19.30 Uhr), steht das Spiel bei den Kölner Haien auf dem Plan.

Tore: 0:1 (7:35) DeFazio (Olimb, Uvira) bei 5/4; 1:1 (20:42) Andersen (Uher); 1:2 (33:50) Tylor Spink (Tyson Spink, Lajunen); 1:3 (36:56) Hungerecker (Indrasis, Lajunen) bei 5/4; 2:3 (58:18) Friesen (Jensen, Bruggisser) EA

Zum Artikel

Erstellt:
30. September 2022, 21:53 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 56sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

0 Kommentare

Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.