schlagen auch den ERC Ingolstadt

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Nicht nur zwei Ingolstädter liegen im Tor, auch der Puck. In dieser Szene hat Niklas Andersen (hinten rechts) das zwischenzeitliche 2:0 markiert.

Pinguins schlagen auch den ERC Ingolstadt

Die Fischtown Pinguins haben in der Deutschen Eishockey-Liga mit 4:1 gegen den Tabellendritten ERC Ingolstadt gewonnen.

Den Fischtown Pinguins ist der endgültige Befreiungsschlag gelungen. Nach dem Sieg beim Spitzenreiter München ließen die Bremerhavener in der Deutschen Eishockey-Liga im Heimspiel gegen den Tabellendritten ERC Ingolstadt den nächsten Erfolg folgen.

„Der REV ist wieder da!“ hallte es lautstark von den 3.638 Fans auf den Tribünen. Mit einem 4:1 (3:1, 0:0, 1:0)-Erfolg in der Eisarena Bremerhaven gegen die Donau-Panther hat die Mannschaft das 4:2 vom Freitagabend in München bestätigt. Die Ergebniskrise mit sechs Niederlagen in Serie und nur zwei Siegen aus den vergangenen 14 Partien scheint abgehakt. Mit einem riesengroßen Kämpferherz haben sich die Pinguins zurück in die Spur gearbeitet und auch der Spielwitz kehrt zurück.

„Wir als Trainer-Team sind sehr stolz auf die Mannschaft. Die Woche war nicht einfach und die Mannschaft hat unglaubliche Energie aufs Eis gebracht“, sagte Trainer Thomas Popiesch. „Ingolstadt ist für mich zurzeit in der Liga die stärkste Mannschaft, am besten strukturiert, spielen variabel und lassen nicht sehr viel zu. Aber wir haben die wenigen Chancen genutzt und hintenraus hat der ,Svedi‘ einen Riesenjob gemacht und die ganze Mannschaft hat aufopferungsvoll gekämpft.“ Mit „Svedi“ meinte Popiesch Torhüter Niklas Svedberg, der im dritten Einsatz für die Pinguins seinen ersten Sieg feierte.


Wejse trifft nach 96 Sekunden

Denn das Pech bleibt den Pinguins auf personeller Ebene treu. Zwar zerschlugen sich die Befürchtungen, Top-Center Ziga Jeglic könnte nach einem schmerzhaften Zusammenprall mit dem Torgestänge am Freitag in München erneut ausfallen, und auch sein slowenischer Reihenpartner Miha Verlic meldete sich zurück. Allerdings fielen dafür Verteidiger Vladimir Eminger und Torwart Maximilian Franzreb, der in München mit einer Fangquote von 95,1 Prozent als Sieggarant glänzte, erkrankt aus. Daher startete Svedberg und als Back-up fungierte Linus Teske, U20-Keeper des REV Bremerhaven. Der Schwede Svedberg zeigte, dass er ein Top-Torhüter ist.

Von den Ausfällen ließen sich die Pinguins nicht beirren. Die Mannschaft machte vielmehr da weiter, wo sie in München aufgehört hatte. Der unbedingte Siegeswille, allen Widrigkeiten zum Trotz, war von Beginn an in jeder Aktion spürbar. Zudem präsentierten sich die Bremerhavener erneut überaus effizient. Bereits der zweite Torschuss saß. Nach 96 Spielsekunden überraschte Christian Wejse ERC-Keeper Kevin Reich mit einem platzierten Schuss aus spitzem Winkel unter die Latte.

Der 4:1-Sieg in Bildern

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Die Fischtown Pinguins empfangen den ERC Ingolstadt in der Eisarena. Niklas Sved...
Die Fischtown Pinguins empfangen den ERC Ingolstadt in der Eisarena. Niklas Svedberg legt hier eine Glanzparade hin.

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Die Fischtown Pinguins empfangen den ERC Ingolstadt in der Eisarena und geben ihnen hier das 3:1. Daniel Pietta findet das eher doof.

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Die Fischtown Pinguins empfangen den ERC Ingolstadt in der Eisarena und geben ihnen hier das 3:1.

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Die Fischtown Pinguins empfangen den ERC Ingolstadt in der Eisarena. Thomas Popiesch erklärt Georgiy Saakyan das Spiel.

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Die Fischtown Pinguins empfangen den ERC Ingolstadt und seine Fans in der Eisare...
Die Fischtown Pinguins empfangen den ERC Ingolstadt und seine Fans in der Eisarena.

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Die Fischtown Pinguins empfangen den ERC Ingolstadt in der Eisarena. Alexander Sulzer erklärt Skyler McKenzie (li.) und Niklas Andersen wie das geht.

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Die Fischtown Pinguins empfangen den ERC Ingolstadt in der Eisarena. Niklas Svedberg legt hier eine Glanzparade hin.

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Die Fischtown Pinguins empfangen den ERC Ingolstadt in der Eisarena. Niklas Andersen umspielt alle zum 2:0.

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Die Fischtown Pinguins empfangen zur Begeisterung der Fans den ERC Ingolstadt in...
Die Fischtown Pinguins empfangen zur Begeisterung der Fans den ERC Ingolstadt in der Eisarena.

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Die Fischtown Pinguins empfangen den ERC Ingolstadt in der Eisarena. McKenzie wird grob geknufft.

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Die Fischtown Pinguins empfangen den ERC Ingolstadt in der Eisarena. Skyler McKenzie scheitert hier noch an Goalie Kevin Reich.

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„Ich habe einfach nur gedacht: Bring den Puck zum Netz, dann kann alles passieren“, erklärte Wejse. „Wir hatten einige Spiele, die nicht so gelaufen sind. Aber wir haben einen Gameplan, fokussieren uns auf uns selbst. Und wir als Team wissen, dass wir eine gute Mannschaft sind. Wir haben einfach immer weiter hart gearbeitet, mit dem Wissen, am Ende würde es sich für uns auszahlen.“

Und das tut es. Niklas Andersen brachte die Pinguins mit 2:0 in Führung. (9.). Bei angezeigter Strafe behielt er im Tumult vor dem Gästegehäuse die Übersicht und hob den Puck überlegt ins Netz.

Zwar kamen die Donau-Panther in der 13. Spielminute in Überzahl zum Anschlusstreffer, doch auch darauf hatten die Pinguins eine Antwort. Ebenfalls im Powerplay stellte Miha Verlic den alten Abstand mit dem 3:1 wieder her (18.), als er einen harten Pass von Andersen ins Tor lenkte.


Ingolstadt wechselt den Torwart

Die Reaktion der Ingolstädter folgte. Sie wechselten zum zweiten Abschnitt den Torwart. Für Reich kam Michael Garteig. Zudem schalteten die Panther einen Gang höher, doch die Pinguins hielten nicht nur mit unbedingtem Willen dagegen. Sie finden auch spielerisch immer besser zurück zu ihrem Pinguins-Hockey und die Pässe kommen wieder an.

So entwickelte sich ein spannendes Duell, die Intensität nahm immer mehr zu. In der 38. Spielminute musste Svedberg sein ganzes Können aufweisen, um aus kürzester Distanz gegen Fabio Wagner zu parieren und den Vorsprung festzuhalten, aber auch die Bremerhavener blieben mit blitzschnell vorgetragenen Angriffen gefährlich.

Eingangs des Schlussdrittels stellte sich nur die Frage: Würden die Kräfte des Rumpfkaders der Pinguins reichen? Denn anders als die seit Wochen dezimierten und erneut nur mit 16 Feldspielern angetretenen Bremerhavener hatten die Ingolstädter nicht nur einen vollen Kader, sondern auch am Freitag spielfrei.


Svedberg kommt immer besser in Fahrt

Die Gäste drückten aufs Tempo und wollten den Ausgleich. Sie schnürten die Pinguins phasenweise ein - aber das Abwehrbollwerk der Hausherren hielt stand. Zudem half das Torgestänge. In der 48. Spielminute entschärfte Svedberg einen Schuss von Edwards an die Latte und von dort sprang der Puck zurück auf die Eisfläche. „Ich merke, dass ich mit jedem Spiel besser reinkomme und das Timing zurückkommt. Es hat sich heute wirklich gut angefühlt und das war mein bestes Spiel bisher“, erklärte der Schwede.

Angepeitscht von den 3.638 in den letzten zehn Spielminuten stehenden Zuschauern brachten die Pinguins den Sieg über die Zeit. Als die Ingolstädter 3:48 Minuten vor dem Ende dann den Torwart vom Eis nahmen, traf Phillip Bruggisser zum 4:1-Endstand ins leere Tor.

Den Pinguins bleibt weiter keine Zeit zum Luftholen. Bereits am Dienstag steht das nächste Spiel auf dem Programm. Dann gastieren die Bremerhavener ab 19.30 Uhr bei den Iserlohn Roosters.

Pinguins - Ingolstadt 4:1 (3:1, 0:0, 1:0)

Tore: 1:0 (1:36) Wejse (Kreutzer), 2:0 (8:29) Andersen (McKenzie, Aichinger/bei 6-5), 2:1 (12:19) Edwards (Matteau, Simpson/bei 5-4), 3:1 (17:46) Verlic (Andersen, Samuelsson/bei 5-4), 4:1 (56:25) Bruggisser (Schuss ins leere Tor).

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Erstellt:
18. Dezember 2022, 16:19 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 37sec

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